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Düsseldorf
NRW-Kulturministerin beruft Helge Achenbach ab

Düsseldorf. Für die ehemalige WestLB-Kunstsammlung gilt eine Ausfuhrsperre. Die Kulturstaatsministerin des Bundes, Monika Grütters (CDU), und die Kulturministerin des Landes NRW, Ute Schäfer (SPD), leiteten ein Verfahren ein, in dem geprüft wird, ob unter den 400 Werken wertvolle nationale Kulturgüter sind. Damit seien sämtliche Werke der Sammlung mindestens bis zum Abschluss des Verfahrens unter Schutz gestellt, teilten Sprecher beider Ministerinnen mit. Die Verkäuflichkeit der Werke auf dem Kunstmarkt ist damit erheblich eingeschränkt.

Die WestLB-Nachfolgerin Portigon, die zu 100 Prozent NRW gehört, wollte die Sammlung ursprünglich meistbietend verkaufen und hatte sich dabei auf rechtliche Zwänge berufen. Nachdem neben dem Bundesfinanzministerium auch die Kulturstaatsministerin des Bundes betont hatten, ein solcher Zwang existiere nicht und die von der Landesregierung dominierten Portigon-Gremien seien sehr wohl für eine Entscheidung über den Verkauf der Sammlung zuständig, ruderte die Landesregierung am Donnerstag zurück und blies die Verkaufspläne ab.

Ein Sachverständigen-Ausschuss muss die Sammlung nun prüfen. Eine Sprecherin des NRW-Kulturministeriums bestätigte dpa-Informationen, nach denen der in Untersuchungshaft sitzende Kunsthändler Helge Achenbach Mitglied dieser Kommission war. Er sei inzwischen aber abberufen worden. "Die Abberufung von Herrn Achenbach ist bereits vollzogen. Das entsprechende Verfahren wurde am 20. Januar 2015 seitens der Kulturabteilung eingeleitet", so die Sprecherin.

Am 5. Februar kommt ein Runder Tisch zusammen, der nach Wegen zum Verbleib der Sammlung in NRW suchen soll.

Quelle: RP
 
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