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Washington
Obama: "Die USA sind das stärkste Land der Erde"

Washington. Barack Obama hat den Kreis geschlossen, er ist wieder am Ausgangspunkt. Er blendet zurück auf die Aufbruchsstimmung des Jahres 2008, als er ins Weiße Haus gewählt wurde und den Brückenbau über politische Schluchten versprach. Seine letzte Rede zur Lage der Nation hat er nun genutzt, um Bilanz zu ziehen. Und die fällt stellenweise schonungslos aus.

Wenn er etwas bedauere, sagt Obama, dann die Tatsache, dass Demokraten und Republikaner im Kongress einander mit noch mehr Bitterkeit, noch mehr Misstrauen begegnen, als es zu Beginn seiner Amtszeit der Fall war. Die Demokratie könne nur funktionieren, wenn man bereit sei, dem politischen Gegner nicht andauernd böse Absichten zu unterstellen.

Kein Zweifel, Obama hat eine Wahlkampfrede gehalten, auch wenn sein Name auf keiner Bewerberliste mehr steht. Er lieferte sich ein Fernduell mit republikanischen Populisten wie Donald Trump oder Ted Cruz, die von einer Stimmung profitieren, in der sich die Angst vor dem Terror mit der Angst vor dem Unbekannten, dem Fremden, vor dem eigenen sozialen Abstieg mischt. Das Gerede vom Niedergang Amerikas sei nichts als heiße Luft, sagte Obama. "Die Vereinigten Staaten sind das stärkste Land der Erde. Punkt. Es ist nicht einmal knapp. Wenn jemand nach Führung sucht, geht er nicht nach Moskau oder Peking. Er wendet sich an uns." Und wer im Ringen mit dem Islamischen Staat einen Dritten Weltkrieg sehe, der habe jedes Maß verloren. Gewiss, der IS bedeute eine Gefahr für Zivilisten und müsse gestoppt werden: "Aber er bedroht uns nicht in unserer nationalen Existenz."

(FH)
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