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Köln
Rektor-Wahl: Bischöfe lehnen Wiederverheirateten ab

Köln. Die Wahl eines neuen Rektors der "Katholischen Hochschule NRW" (KatHO) soll nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" am Veto von Kardinal Rainer Maria Woelki sowie weiterer nordrhein-westfälischer Bischöfe gescheitert sein. Der Grund: Der geschiedene Kandidat habe Ende 2015 ein zweites Mal standesamtlich geheiratet. Nach katholischer Lehre leben wiederverheiratete Geschiedene in Sünde. Allerdings sollen nach dem erst im vergangenen Jahr verabschiedeten neuen kirchlichen Arbeitsrecht weder Homosexuelle noch Wiederverheiratete benachteiligt werden.

Im Einzelfall soll geklärt werden, inwieweit ein Verstoß gegen katholische Moralvorstellungen die Loyalitätspflicht verletzt oder geeignet ist, öffentliches Ärgernis zu erregen. Laut Zeitungsbericht sei die geplante Wahl an einem mehrheitlichen, aber nicht einstimmigen Veto der Gesellschafter - den NRW-Bistümern Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn - gescheitert. Nach den Worten des scheidenden KatHO-Rektors Peter Berker hätten sich die Bischöfe mit ihrem Arbeitsrecht auf einen neuen Weg begeben und bekämen "nun schwere Beine auf Kosten ihrer Mitarbeiter".

Die KatHO NRW ist mit 4600 Studierenden an den Standorten Aachen, Köln, Münster und Paderborn die bundesweit größte staatlich anerkannte Fachhochschule in kirchlicher Trägerschaft.

(kna/RP)
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