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Tunis
Reiseveranstalter streichen Ausflüge in Tunesien

Viele Tote bei Angriff auf Bardo-Museum
Viele Tote bei Angriff auf Bardo-Museum FOTO: afp, FB/SH
Tunis. Die deutschen Reiseveranstalter haben auf den Terroranschlag in der tunesischen Hauptstadt Tunis vom Mittwoch reagiert und angekündigt, für Touristen vor Ort wegen Sicherheitsbedenken keine Tagesausflüge mehr ins Inland anzubieten. Das erklärten die Unternehmen Tui, DER Touristik, Alltours und Thomas Cook. Der Reisebetrieb nach Tunesien werde aber fortgesetzt. Mehrere Reedereien haben indes angekündigt, Tunis vorerst nicht mehr anzusteuern. Viele Opfer des Anschlags sind Kreuzfahrt-Passagiere.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich in einer Internet-Botschaft zu der Bluttat. Die Extremisten hatten Urlauber im tunesischen Nationalmuseum mit Gewehren attackiert. Die Zahl der Todesopfer stieg nach Angaben der Behörden auf 23, davon 20 Touristen. Bei zwei Toten handele es sich um die Angreifer. Die Zahl der Verletzten wurde mit 47 angegeben. Entgegen ersten Annahmen gab es wohl doch keine deutschen Opfer. Das erklärte das Auswärtige Amt.

Nach offiziellen Angaben haben die tunesischen Behörden inzwischen neun Personen festgenommen. Es gebe eine direkte Verbindung der Verdächtigen zu dem Attentat, hieß es. Auf Anweisung von Präsident Bedschi Caid Essebsi wurden Soldaten in die größeren Städte des Landes verlegt, um vor Ort für mehr Sicherheit zu sorgen.

(jaco/sef)
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