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Düsseldorf
Basketballer starten mit einer Niederlage in den EM-Sommer

Düsseldorf. Innerhalb von 77 Sekunden verkürzten die deutschen Basketballer vor 3700 Zuschauern in Erfurt durch sieben Punkte in Folge den Rückstand gegen Belgien auf 69:71. Als Isaiah Hartenstein drei Sekunden vor Spielende den Ball in den Händen hielt, schien die Verlängerung sicher. Der 2,13 Meter lange Center brauchte das Spielgerät nur noch in den in 3,05 Meter Höhe befestigten Korb zu werfen. Von Eckhard Czekalla

Das ist normalerweise ein Kinderspiel für den Profi, der zuletzt für Litauens Meister Zalgiris Kaunas spielte, von den Houston Rockets im Draft an 43. Stelle gewählt wurde und auf eine Karriere in der NBA hofft. Doch der 19-Jährige warf zu zögerlich. Der Ball prallte auf den Ring und von dort in die Arme des Centers, der ihn dann versenkte - die Zeit war jedoch abgelaufen.

Enttäuscht? Ja! Aber sauer waren die Spieler von Bundestrainer Chris Fleming nicht. "Insgesamt war die Leistung von den Jungs gut", urteilte der US-Amerikaner am Ende der ersten Lehrgangswoche und nach dem ersten von acht Tests. "Wir sind noch nicht reif für die EM", ergänzte er. Das muss sein Team ja auch noch nicht. Belgien, ebenfalls bei der Endrunde vom 31. August bis 17. September dabei, forderte die Gastgeber sehr intensiv. Am kommenden Wochenende warten beim Turnier in Kasan gegen Island, Ungarn und Gastgeber Russland die nächsten Prüfungen.

Fleming lobte Hartenstein. "Er hat eine sehr gute Energie aufs Spielfeld gebracht", urteilte der Bundestrainer. "Für mein erstes A-Länderspiel war das ganz okay. Ich habe sicher auch Sachen falsch gemacht, darüber werde ich mit den Trainern reden", sagte der 19-Jährige, der durchaus Chancen hat, bei der EM dabei zu sein.

Ihren Platz sicher haben zwei Spieler, die erst in eineinhalb Wochen zum Team stoßen. Wie Daniel Theis (Boston) wird auch dessen NBA-Kollege Dennis Schröder die Qualität steigern. Der Spielmacher der Atlanta Hawks, dessen Mutter in Gambia geboren wurde, war am Samstag beim von der NBA veranstalteten Showspiel in Johannesburg aktiv. Dabei verlor das Team Afrika gegen die internationale Auswahl um Kapitän Dirk Nowitzki mit 97:108. Mit Blick auf die EM ist der 39-Jährige optimistisch, dass nach der Vorrunde noch nicht Schluss ist. Nowitzki: "Das Team schafft es gut."

Schröder spielt nach Einschätzung des gebürtigen Würzburgers eine zentrale Rolle. "Er ist die Zukunft des deutschen Basketballs. Er hat sich super entwickelt."

Quelle: RP
 
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