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Krefeld Pinguine
Pinguine: Long geht, Sohn von Sills ist im Gespräch

Krefeld. Die Krefelder lösten den Vertrag mit dem Amerikaner auf. Zusammenarbeit mit Duisburg wird fortgesetzt Von H.-G. Schoofs

Rüdiger Noack ist seit Saisonende im Dauerstress. Gestern vollzog der sportliche Berater seine vorerst letzte, wichtige Amtshandlung. Mit Lars Wünsche, dem Berater von Colin Long, einigte er sich über die Vertragsauflösung, an der er seit Wochen intensiv gearbeitet hatte. Der 26-jährige Stürmer war noch bis zum Ende der kommenden Spielzeit an die Pinguine gebunden. Die Krefelder müssen dem Amerikaner zwar eine Abfindung zahlen, sparen allerdings ein Großteil des vereinbarten Gehalts und haben jetzt nur noch neun Kontingentspieler unter Vertrag. Spielraum für eine weitere Neuverpflichtung gibt es laut Noack derzeit nicht. Der Kader soll lediglich mit jungen Spielern aufgefüllt werden. Das steht im engen Zusammenhang mit den Füchsen aus Duisburg. Beim Oberligisten werden wieder einige Jung-Pinguine Spielpraxis sammeln. Auch gestandene Förderlizenzspieler wie Christian Kretschmann, Dominik Meisinger, Mike Miezkowski oder Patrick Klein sind sowohl für die Füchse von der Wedau als auch für deren Artgenossen aus der DEL 2 (Weißwasser) spielberichtigt.

Am Dienstag schaute sich Duisburgs Manager Lance Nethery das Sommertraining der Pinguine auf der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn an. Der 57-jährige Kanadier spielte in der Saison 1982/83 in der 2. Liga für den Duisburger SC. Seit 1994 ist er in Deutschland als Trainer und Manager tätig. Er verschaffte sich einen Eindruck über die Trainingsmethoden und Übungen unter der Leitung des PA-Trainingsteams und Co-Trainer Reemt Pyka. Die Spieler absolvierten erneut eine harte Einheit. Noack tauschte sich mit dem Kooperationspartner aus Duisburg ausführlich aus. Beide nahmen dabei gemeinschaftlich die potenziellen Förderlizenzspieler in Augenschein.

Genau wie Noack verfügt Nethery über ein breites internationales Netzwerk. "Die Zusammenarbeit mit den Pinguinen ist sehr gut. Ich denke, dass beide Seiten weiter davon profitieren werden", sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Nethery kann den Krefeldern vielleicht bei der Suche nach einem dritten Torwart mit einem deutsch-kanadischen College-Goalie behilflich sein. Denn Patrick Klein soll auch wieder bei den Füchsen zum Einsatz kommen. Mit Felix Bick kann sich die Nummer 2 der Schwarz-Gelben aber nicht mehr abwechseln, der zur DEG wechselte. Und Duisburgs neue Nummer 1, Sebastian Stefaniszin, ist als Förderlizenzakteur zu alt.

Das gilt dagegen nicht für Alexandre Sills. Der 20-jährige Sohn des ehemaligen Krefelder Publikumslieblings und Torjägers Francois Sills liebäugelt mit einem Vertrag bei den Pinguinen. Noack will den in Willich geborenen Youngster, der auch einen deutschen Pass besitzt, erstmal testen, wenn dieser dazu bereit ist. Entsprechende Gespräche müssen noch geführt werden. Denn bisher konnte der kleine Sills noch nicht so richtig in die großen Fußstapfen seines Vaters treten. In der Québec Major Junior Hockey League kam er diese Saison bei den Rouyn-Noranda Huskies in 65 Spielen lediglich auf fünf Treffer und 13 Vorlagen.

Quelle: RP
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