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Krefeld Pinguine
Pinguine: Viel Applaus aber keine Treffer

Training der Krefeld Pinguine
Krefeld. Über 700 KEV-Fans kamen am Montagnachmittag zum ersten öffentlichen Eistraining der DEL-Mannschaft in die Rheinlandhalle. Beim Spiel Schwarz gegen Gelb waren die Torhüter nur beim Penaltyschießen zu bezwingen. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Trotz der enttäuschenden Vorsaison scheint die Vorfreude der KEV-Fans auf die neue Eiszeit der Pinguine groß zu sein. Über 700 Zuschauer empfingen die Mannschaft gestern Nachmittag mit viel Applaus und verfolgten auf vier verschiedenen Tribünen der Rheinlandhalle das öffentliche Training, bei dem besonders die Neuzugänge unter die Lupe genommen wurden.

Bereits um 8 Uhr hatte Trainer Franz Fritzmeier sein neuformiertes Team in der Kabine versammelt. Nach einer Einheit im Kraftraum ging es um 10.30 Uhr zum ersten Mal aufs glatte Parkett, das Mike Collins als erster Spieler betrat. Der Stürmer wirkte deutliche athletischer und fitter als vor einem Jahr nach der Sommerpause. Martin Schymainski schaute sich das Geschehen auf dem Eis von der Tribüne aus an. "Ich muss noch einige Untersuchungen absolvieren. Derzeit muss ich mich schonen", sagte der erkrankte Stürmer. Mit Power-Skating unter der Leitung von Co-Trainer Ville Veija wurden die Spieler an das Eis gewöhnt. Teilweise ähnelten die Bewegungen an Eiskunstlauf. So eine Übung gab es an der Westparkstraße bei einem DEL-Team noch nie zu sehen. "Das gehört in der NHL zum Standardprogramm", sagte Fritzmeier. Anschließend ging es dann schon ganz schön zur Sache. Dabei fielen Mark Mancari und Kyle Klubertanz durch ihre enorme Schusskraft auf. Um 13 Uhr stand im Presseraum des KöPa ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm, das in dieser Saison zum Tagesablauf gehört. Dafür konnte mit der Firma Keppner aus Willich, die viele Schulen versorgt, ein Sponsor gewonnen werden. Anschließend durften sich die Spieler zu Hause ausruhen.

Nachmittags stehen sich die Spieler bis auf Mittwochs in einem Trainingsspiel gegenüber. Damit Trainer Fritzmeier beim Match Schwarz gegen Gelb jeweils drei Blöcke aufbieten kann, mischen regelmäßig auch Förderlizenzspieler aus Duisburg und Nachwuchsspieler aus der DNL-Mannschaft des KEV mit. Bis zum 12. August gehört auch Yannik Drews dazu. Der 19-jährige Stürmer spielt für den Oberligisten Regensburg und gilt als Talent, das den Sprung in die DEL schaffen kann.

Auf den ersten Trainingstreffer warteten die Fans  in dem von den beiden KEV-Nachwuchs-Schiedsrichtern Justin Kleckers und Kai Jürgens geleiteten Match bis zum Schlusspfiff vergeblich. Dafür waren in erster Linie die drei Torhüter Patrick Galbraith, Patrick Klein und Justin Schroers verantwortlich. Letzterer steht beim Oberligisten Füchse Duisburg im Tor und wurde mit einer Förderlizenz für die Pinguine ausgestattet. Das abschließende Penaltyschießen entschied Team gelb durch Treffer von Christian Kretschmann und Lars Grözinger (Duisburg) für sich. Kevin Orendorz und Lukas Koziol waren für Team schwarz an Galbraith gescheitert. Der dänische Goalie fiel nicht nur durch seine Paraden auf. Auf seinem neuen Helm leuchtet vorne das Gründungsjahr des KEV 1936. An der Seite steht "ein Pinguin steht nie allein", geschrieben.

Auch wenn die Stürmer gestern mit Toren geizten, waren die meisten Zuschauer von den ersten Gehversuchen der Neuzugänge angetan. In der Abwehr hinterließ Mike Little einen guten Eindruck. "Mein Ziel war immer die DEL. Der Grund für meinen Wechsel nach Krefeld ist mein enger Draht zu Mike Collins, mit dem ich ja in Kassel gespielt habe. Er hat mir nur Gutes über die Pinguine erzählt", sagte der Amerikaner. Stürmer Marco Rosa war erstaunt, dass so viele Zuschauer beim Training waren: "So viele waren es in Wolfsburg nie. Aber ansonsten sind die Fans auch dort sehr gut und mit ganzem Herzen dabei", sagte der Torjäger. Von Krefeld habe er zwar noch nicht viel gesehen, da er erst am Samstag aus Toronto gekommen war, doch er ist schon jetzt sicher, dass die Stadt Charme hat. Sein sportliches Ziel wird die Fans freuen: "Ich will dem Team helfen, in die Play-offs zu kommen."

Ein Lob erhielten die Verantwortlichen der Pinguine vom Chef des Fanprojekts. "Die Zusammenarbeit war noch nie so gut wie in diesem Jahr. Wir freuen uns schon auf die Saisoneröffnung. Ich glaube, wir haben uns gut verstärkt. Wenn alles passt, werden wir die Play-offs erreichen", erklärte Frank Wimmers.

Quelle: RP
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