| 22.24 Uhr
Reifen-Ausrüster der Formel 1
Pirelli enttäuscht von Schumacher-Kritik
GP von Bahrain: Einzelkritik der Deutschen
GP von Bahrain: Einzelkritik der Deutschen FOTO: afp, DIMITAR DILKOFF
Manama. Reifen-Hersteller Pirelli hat sich enttäuscht über die Kritik des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher an den Gummiwalzen der Königsklasse geäußert. "Ich bin enttäuscht, solche Kommentare von jemandem mit Michaels Erfahrung zu hören", sagte Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery: "Andere haben ihren Job auch erledigt und ihre Reifen zum Arbeiten bekommen. Während der Wintertests waren seine Kommentare noch, dass er sehr glücklich mit den Reifen sei, aber jetzt scheint er seine Meinung geändert zu haben."

Schumacher hatte nach seinem zehnten Platz beim Großen Preis von Bahrain am Sonntag vor allem beklagt, dass die Pirelli-Reifen nicht haltbar genug seien und damit richtiges Rennfahren nicht möglich sei. "Man muss sich die Frage stellen, ob man solche Reifen haben sollte, ob sie eine solch große Rolle spielen oder lieber länger halten sollten. Wir fahren mit 60, 70 Prozent durch die Kurve, sonst fliegen einem die Reifen um die Ohren. Ich finde das dann doch nicht ganz so passend", hatte Schumacher gesagt.

Jeder müsse deutlich unter dem eigenen Limit und dem des Autos fahren, um die Reifen zu schonen, erklärte der Mercedes-Pilot. Unter diesen Gegebenheiten könne man nicht richtig Rennen fahren, sondern würde eher herumrollen, als ob man im Safety-Car unterwegs wäre.

"Ich bin nicht glücklich mit der Situation, warten wir ab, was in der Zukunft passiert", sagte Schumacher: "Wenn es nur ein Auto betreffen würde, könnte man sagen, dass es an uns sei, damit klarzukommen. Aber eigentlich betrifft es alle, mit vielleicht ein oder zwei Ausnahmen. Wenn 80 Prozent des Feldes dieses Problem haben, sollte der Reifenhersteller vielleicht darüber nachdenken."

Mercedes-Teamkollege Nico Rosbergs hatte Schumachers Einschätzungen bestätigt, für sich aber anders gewertet. "Das ist ein ganz anderer Sport. Man kann nicht eine Runde Vollgas fahren, das ist wie auf Eis", sagte Rosberg: "Aber das ist auch eine Herausforderung, ich finde das interessant."

Quelle: sid
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