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Bayer Leverkusen
Auch Bayers U 19 winkt eine Saison mit vielen Spielen

Bayer Leverkusen: Auch Bayers U 19 winkt eine Saison mit vielen Spielen
Tomasz Kucz wechselte von Polonia Warschau nach Leverkusen und kämpft gegen Patrick Bade um den Platz im Tor der U19. FOTO: ksmedianet
Leverkusen. Das Team von Peter Hyballa bereitet sich auf die Mitte August beginnende Bundesliga-Saison vor. Im jungen polnischen Keeper Tomasz Kucz hat Bayer 04 ein international geschätztes Talent verpflichtet. Von Roman Zilles

Es gehört zum Standardrepertoire von Fußballern, nach einem Testspiel darauf aufmerksam zu machen, dass es "nur ein Testspiel" war. Das hat auch Peter Hyballa verinnerlicht. Aber es schwingt durchaus Zufriedenheit mit, wenn er von der Partie gegen den Hamburger SV berichtet. "3:1 gewonnen. Die Mannschaft hat gut gespielt, war klar bestimmend", sagt der Trainer der U 19 von Bayer 04.

Es war der erste Sieg der Saison für den Nachwuchs der Werkself, die vor rund drei Wochen in die Vorbereitung gestartet ist. Und bei allem Understatement, das Hyballa in Sachen Saisonziel ausgibt ("Jeder soll in seiner Entwicklung vorankommen"), merkt der Trainer dennoch an: "Klar ist auch: Spiele gewinnen ist eine Qualität". Sprich: Mit Erfolg geht alles besser, auch der ersehnte Sprung in den Profi-Fußball, der für einige seiner Schützlinge in Sichtweite ansteht.

Eine konkrete Wunsch-Platzierung in der Liga lässt sich der Coach nicht entlocken. Angesichts der Konkurrenz aus Dortmund, Schalke, Köln, Gladbach und Bochum sei es in der Liga das Ziel, "oben mitzuspielen". Daneben ist seine Mannschaft sicher im DFB-Junioren-Pokal vertreten, und vielleicht winken auch wieder internationale Vergleiche: Qualifizieren sich die Profis für die Champions League, ist die U 19 in der Youth League vertreten, der Königsklasse für den Nachwuchs. "Sportlich ist das natürlich von ganz großem Reiz", sagt Hyballa. "Aber ich sehe den Wettbewerb nicht ganz unkritisch. Denn mit Blick auf die Menschen, also die Schüler, gehen viele Kapazitäten verloren."

Doch auch wenn sich damit die körperliche Belastung und die schulischen Fehlzeiten erhöhen würden, "drücken wir natürlich den Profis die Daumen", ergänzt Hyballa.

Noch rund drei Wochen bleiben bis zum Ligastart, um die bestmögliche Mannschaft aus seinem 29-köpfigen Kader zu schmieden (in Lukas Boeder, Robin Becker und Benni Henrichs trainiert aktuell ein Trio bei Roger Schmidt mit). Schwierig sei das nicht. "Die meisten Spieler kennen sich ja schon seit Jahren. Sie sind im selben Alter, haben die selben Interessen, sind die selben Typen", führt Hyballa aus. Zudem gebe es noch sein Trainerteam und ihn: "Wir verfügen ja über 100 Jahre Erfahrung."

Das dürfte vermutlich ausreichen, um einen "ungeschliffenen Diamanten" zu formen. Als solchen stuft der Coach Tomasz Kucz von Polonia Warschau ein. Der Torwart, gerade 16 geworden, gilt als ganz großes Talent.

Die Konkurrenz soll groß gewesen sein: Manchester, Liverpool und Everton soll Bayer ausgestochen haben. "Ein internationaler Transfer in diesem Alter ist eher unüblich. Er ist ja noch B-Jugend-Jahrgang", sagt Hyballa. Kurzfristig streitet sich Kucz mit Patrick Bade um den Rang der Nummer eins. Langfristig "sehen wir bei ihm die Perspektive, dass er in drei Jahren den Sprung zu den Profis schaffen kann - auch wenn in diesem Alter niemand sagen kann, was in drei Jahren sein wird".

Zunächst einmal richtet sich der Fokus ohnehin auf die nächsten drei Wochen Vorbereitung. Dann, am 15./16. August, beginnt die U 19-Bundesliga und hält gleich drei Partien binnen einer Woche für die Leverkusener bereit: in Duisburg, gegen Düsseldorf und in Gladbach. Das rheinische Duell mit dem 1. FC Köln steigt Anfang November - ein Sieg in diesem Spiel hätte wie immer eine ganz besondere Qualität.

Quelle: RP
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