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Bayer Leverkusen
Lob für Tah und Mehmedi – Papadopoulos kehrt zurück

Porträt: Admir Mehmedi: Mazdeonier in Diensten der Schweiz
Porträt: Admir Mehmedi: Mazdeonier in Diensten der Schweiz FOTO: dpa, dna nic
Die Zuschauer von Red Bull Salzburg hatten Roger Schmidt einen herzlichen Empfang bereitet. Der Trainer von Bayer Leverkusen, der 2014 Meister und Pokalsieger mit den Österreichern wurde, ist noch immer beliebt bei seinem Ex-Klub. Schmidt hatte viele Hände zu schütteln und freute sich, ehemalige Weggefährten wiederzusehen. Von Stefanie Sandmeier

Auch sportlich hat sich die Fahrt aus dem Trainingslager in Zell am See für den Coach der Leverkusener gelohnt. Zwar blieb die Werkself auch in ihrem vierten Testspiel ohne Sieg, das 1:1 gegen Salzburg habe ihm aber einige wichtige Erkenntnisse gebracht, erklärte Schmidt. Ein Sonderlob des Trainers erhielten die beiden Zugänge Jonathan Tah und Admir Mehmedi. Der Ex-Freiburger Mehmedi war der auffälligste Leverkusener Spieler bei Temperaturen, die um die 30 Grad lagen. Mehmedi stürmte von Beginn und war fleißiger Arbeiter im Offensivzentrum. Er gefiel aufgrund seiner enormen Laufbereitschaft und war an allen torgefährlichen Aktionen der Leverkusener beteiligt.

"Admir hat enorm für die Mannschaft gearbeitet. Ein Stürmer misst sich ja auch immer an Toren und wird an Toren gemessen. Umso schöner für ihn, dass er getroffen hat", sagte Schmidt. Der Schweizer bewahrte sein Team mit dem Treffer zum 1:1 vor einer Niederlage gegen die Österreicher, die am Wochenende bereits in die Saison starten, und aufgrund des Zeitpunkts naturgemäß deutlich frischer wirkten. Salzburg hatte einige schnelle und und spielstarke Spieler in seinen Reihen und setzte die Bayer-Defensive von Beginn an mächtig unter Druck. "Wir wurden sehr gefordert", bestätigte Schmidt, der auch vor diesem Hintergrund von einem sehr guten und aufschlussreichen Test sprach. "Es ist keine Schande, 1:1 zu spielen. Das war eine prima Willensschulung."

Sein Team hatte vor allem im ersten Durchgang Mühe, dem eigenen Spiel Struktur zu verleihen. Das mag sicher auch der intensiven Belastung geschuldet sein. "Wir kamen aus dem vollen Training heraus, hatten fünf Einheiten an zweieinhalb Tagen", entgegnete Stefan Kießling. "Das merkt man dann schon in den Beinen, vor allem in der zweiten Halbzeit. Nichtsdestotrotz wäre es natürlich schön, auch irgendwann mal zu gewinnen." Kießling, der zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, hatte den Ball per Kopf verlängert und damit die Vorlage für Mehmedi geliefert, der in der Folge auch einen Strafstoß hätte bekommen müssen.

Das zweite Lob des Abends erhielt Jonathan Tah. Erstmals bildete er mit Abwehrchef Ömer Toprak das Duo in der Innenverteidigung. Tah gefiel bei seinem ersten Auftritt im Trikot der Werkself mit Ruhe am Ball. "Bei ihm fühlen wir uns schon nach den ersten Eindrücken bestätigt, dass es eine gute Idee war, ihn zu holen", erklärte Schmidt. Noch bis Freitag bleiben die Leverkusener im Trainingslager in Zell am See. Das nächste Testspiel steht am nächsten Mittwoch in Bergisch Gladbach gegen UD Levante an. Dann soll auch Kyriakos Papadopoulos Spielpraxis erhalten, der nach seiner Schulter-Operation weitgehend wiederhergestellt ist, gegen Salzburg aber geschont wurde. Schmidt erklärte nach dem Vormittagstraining am Mittwoch: "Die Ärzte haben ihn freigegeben."

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