| 19.07 Uhr

Bayer Leverkusen
Schmidt gesteht Fehler ein – Zwayer verteidigt Spielunterbrechung

Zwayer unterbricht Spiel nach Streit mit Bayer-Trainer Schmidt
Zwayer unterbricht Spiel nach Streit mit Bayer-Trainer Schmidt FOTO: dpa, hak
Leverkusen. Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt hat sich nach dem Eklat um seinen Verweis aus dem Innenraum im Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund (0:1) teilweise einsichtig gezeigt. "Da bin ich zu stur gewesen und habe zu emotional reagiert. Damit habe ich meiner Mannschaft geschadet", sagte Schmidt eine gute Stunde nach Schlusspfiff.

Allerdings kritisierte der Coach auch Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin), der das Spiel für neun Minuten unterbrochen hatte, nachdem sich Schmidt geweigert hatte, den Innenraum zu verlassen. Zuvor hatte Schmidt gegen den Dortmunder Führungstreffer vehement protestiert.

"Wir sind durch ein irreguläres Tor in Rückstand geraten. Ich habe den vierten Offiziellen darauf hingewiesen. Es war sicherlich ein Fehler von mir. Dennoch habe ich mir gewünscht, dass der Schiedsrichter mir einmal erklärt, warum ich auf die Tribüne muss", sagte der 48-Jährige.

Zwayer selbst verteidigte seine Entscheidung, das Spiel zu unterbrechen. "Ich habe versucht, mehrmals Einfluss zu nehmen, dass der Leverkusener Trainer Roger Schmidt den Innenraum verlässt. Da dem nicht Folge geleistet wurde, blieb mir keine andere Wahl, als das Spiel zu unterbrechen", sagte der Unparteiische aus Berlin.

Der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichterkommission, Herbert Fandel, stärkte Zwayer den Rücken. Dieser habe "in der Situation nach dem Dortmunder Treffer regeltechnisch richtig entschieden. Wenn sich ein Spieler oder eben der Trainer nach einem Platzverweis weigert, den Innenraum zu verlassen, ist die Spielunterbrechung und die Androhung eines Abbruchs die richtige Entscheidung", erklärte Fandel am Sonntag in einer Mitteilung des Deutschen Fußall-Bundes.

Ob der Schiedsrichter direkt mit dem Trainer spreche oder den Spielführer schicke, liege allein in seinem Ermessen, stellte Fandel klar: "Auf jeden Fall kann es nicht sein, dass der Trainer eine Entscheidung ignoriert und eine persönliche Erklärung des Unparteiischen durch sein Verhalten erzwingen will."

(seeg/sid/dpa)
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