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Borussia Mönchengladbach
Die namhaften Patienten

Borussia Mönchengladbach: Die Patienten Sommer und Dominguez
Absehbar: Yann Sommers rechter Fuß ist nun "blau und geschwollen". Borussias Torwart hat sich eine Kapselverletzung zugezogen. FOTO: imago sportfotodienst
Mönchengladbach. Yann Sommer hat eine Kapselverletzung, Alvaro Dominguez plagt weiter der Rücken und Josip Drmic ist nach seinem Knorpelschaden in der Reha. Bei ihm und Dominguez sind Prognosen kaum möglich. Der Torwart hofft auf das Champions-League-Play-off, aber ohne Druck. Von Karsten Kellermann

Alvaro Dominguez hat das volle Programm absolviert. Und auch Yann Sommer. Aber nur beim Media Day am Montag. Fotoshooting, Filmaufnahmen, Einsprecher - es war ein Zirkeltraining der anderen Art. Auf dem Platz jedoch fehlen der spanische Verteidiger und der Torwart derzeit. Dominguez hat längst wieder Rückenbeschwerden und Sommer pausiert wegen einer Kapselverletzung im rechten Fuß.

Ein anderer namhafter Patient bei Borussia fehlt auf dem Teamfoto: Josip Drmic, der in der Reha ist nach einem Knorpelschaden im Knie. Borussia wies ausdrücklich darauf hin, dass Trennungsambitionen von welcher Seite auch immer keine Rolle dabei spielen, sondern das Fehlen des Stürmers allein der Tatsache geschuldet sei, dass Drmic im Urlaub ist. "Er hat zuletzt viel gearbeitet, da brauchte er auch mal frei", sagte Trainer André Schubert. Und wer nicht da ist beim Media Day, kann auch nicht auf dem Foto sein.

Sommer und Dominguez hingegen lächeln mit den Kollegen um die Wette, so wie es üblich ist beim saisonalen Bildnis. Beide haben, was die Dienstkleidung angeht, Wünsche für die neue Saison erfüllt bekommen. Der Torwart bekam die knallorangene Kluft, die er sich im Katalog ausgesucht hat. Die leuchtet so sehr, dass gar die Herren hinter den Torleuten einen orangenen Schein abbekommen auf dem Foto.

Dominguez trug am Media Day derweil erstmals das Gladbach-Trikot mit der Nummer 18. Diese Nummer hatte er schon bei Atletico Madrid. "Mit der Nummer spiele ich jetzt in den nächsten Jahren. Es ist eine Ehre, sie wieder zu haben", schrieb er bei Facebook, als er den Tausch-Deal mit dem Kollegen Marvin Schulz, zuvor Inhaber der 18, erfolgreich abgeschlossen hatte.

Aber: Wann Dominguez erstmals mit "seiner" 18 spielen wird, steht in den Sternen. Dabei sollte der Nummerntausch ein Neuanfang sein nach der langen Pause (zuletzt spielte er vor neun Monaten), zu der ihn eine Rücken-OP zwang. Er schien auch auf einem guten Weg, doch dann kamen die Schmerzen wieder. Prognosen, wie es weitergeht, gibt es nicht, nur Fragen, sogar die nach einer erneuten Operation. Dominguez äußert sich nicht zu seiner Situation, doch spürt man deutlich, dass sie ihn belastet. "Ich hoffe aber, dass er schnell wieder gesund wird", sagte André Schubert nun. Ein guter Wunsch für den Patienten, doch Konkreteres zum Status quo gab es auch vom Trainer nicht.

Bei Drmic ist ebenfalls offen, wann er wieder spielen kann. "Ich mache mir keinen Stress. Eine Verletzung braucht manchmal mehr Zeit, als man denkt. Hauptsache, ich werde wieder gesund", sagte der Schweizer zuletzt. Er macht jedoch Fortschritte. Seit vier Wochen arbeitet er wieder auf dem Platz. "Es ist ein richtig gutes Gefühl, wieder den Rasen unter den Füßen zu spüren. Ich konnte zwar nur ein paar leichte Fußkoordinationsübungen mit dem Ball machen, aber es ist auf jeden Fall der nächste kleine Schritt nach vorne", sagte er Anfang Juli. Es sei, so Drmic, "mental wichtig, wieder näher an den Jungs dran zu sein".

Yann Sommer ist fraglos der Patient mit der besten Heilungsaussicht, allein schon wegen der Art der Verletzung. Für einen Torwart ist gerade eine Blessur im Sprunggelenk zwar sehr unglücklich, und der Fuß sei "blau und geschwollen". Doch will Sommer ihn schonen und "alles dafür tun, dass es gut heilt". Knapp zwei Wochen sind es noch bis zum ersten Champions-League-Play-off. "Ich habe es natürlich im Blick, mache mir aber keinen Druck, ", sagt Sommer. Es gibt keine Garantie, doch es dürfte reichen für ihn.

Quelle: RP
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