| 20.24 Uhr

Borussia Mönchengladbach
"Bei Borussia wird anders gespielt, als ich es gewohnt war"

Jannik Vestergaard: Däne mit niederrheinischen Wurzeln
Jannik Vestergaard: Däne mit niederrheinischen Wurzeln FOTO: Dirk Päffgen
Jannik Vestergaard ist überzeugt, dass Borussia das wichtige Champions-League-Spiel am Dienstag gegen Celtic Glasgow gewinnen kann. "Es liegt an uns, ob wir erfolgreich sein werden. Wenn wir unsere Leistung bringen, sind wir schwer zu schlagen. Und wenn wir unser Niveau erreichen, bin ich mir auch sicher, dass wir über drei Punkte sprechen werden", sagte der dänische Verteidiger am Montag bei der Pressekonferenz zum Spiel. Von Karsten Kellermann

Er weiß indes, dass es dazu einer besseren Trefferquote bedarf, als in den letzten beiden Bundesliga-Heimspielen, als es gegen den HSV und Frankfurt jeweils Nullnummern gab. "Wir haben zweimal in Folge in der Bundesliga kein Tor gemacht, das wollen wir gegen Celtic besser machen", sagte der Zwei-Meter-Mann.

Und wenn es spielerisch nicht geht, darf es auch mal ein Standard-Tor sein. "Das wäre eine Option, und ich würde mich natürlich freuen, wenn mir das gelingen würde. Standards sind generell nicht unser Weg, um Tore zu machen, aber wenn wir dadurch gefährlich werden können, warum nicht? Aber letztlich ist es egal, wie wir unsere Tore machen, Hauptsache wir gewinnen", sagte Vestergaard. Möglich ist, dass Raffael und Thorgan Hazard die Abteilung Attacke wieder bereichern können, beide sind am Montag ins Teamtraining eingestiegen. "Wir müssen jetzt sehen, wie sie auf die Belastung reagieren und werden erst am Dienstag entscheiden können, ob sie im Kader sind oder nicht", sagte Trainer André Schubert.

Mit einem Sieg hätten die Borussen sechs Punkte beisammen und damit fünf mehr als der Gegner aus Schottland. Damit wäre der dritte Platz unter normalen Umständen fast sicher. Dass die Borussen den Gegner angesichts des klaren 2:0-Sieges in Glasgow unterschätzen, befürchtet Schubert nicht. "Das Spiel ist eines der wichtigsten für uns. Es ist sehr entscheidend für den weiteren Verbleib im internationalen Wettbewerb. Von daher kann jeder sehr gut einschätzen, welche Bedeutung dieses Spiel für uns hat. Jeder weiß, dass es eine schwierige, aber auch schöne Aufgabe ist, die uns bevorsteht. Vor diesem Spiel muss ich niemanden besonders motivieren. Alle sind sehr konzentriert und jeder weiß, wie wichtig dieses Spiel ist", sagte er.

Dass der lange Vestergaard gegen die robusten Schotten eine Rolle spielen wird, liegt auf der Hand, zumal nach wie vor sein Landsmann Andreas Christensen fehlt. Vestergaard tut es sichtlich gut, regelmäßig zu spielen. Schubert lobte erneut die Entwicklung des Sommerzugangs. Dieser musste sich nach seinem Wechsel aus Bremen nach Gladbach erst an den Borussia-Style gewöhnen. "Bei Borussia wird definitiv anders gespielt, als ich es früher gewohnt war. Ich habe es bislang nicht so oft in meiner Karriere erleben dürfen, dass man Spiele so sehr über eigenen Ballbesitz beherrscht. Ich habe am Anfang gemerkt, dass man sich diese Art zu spielen, erarbeiten muss. Diese Muster und Automatismen müssen sich verfestigen. Ich musste mich an einige Dinge gewöhnen und muss mich immer noch daran gewöhnen. Mein Eindruck ist, dass es immer besser funktioniert und ich hoffe, dass die Entwicklung weiter positiv verläuft", sagte er.

Einer der Gründe, warum er sich zum Wechsel nach Gladbach entschieden hat, war die Aussicht auf die Champions League. Glasgow, das am Montag nicht wie üblich Abschlusstraining im Borussia-Park absolvierte, sondern nach einer Einheit daheim direkt nach Weeze flog und von dort ins Teamhotel im niederländischen Tegelen reiste, mit bis seinen zu 3500 Fans im Stadion (bis zu 6000 Celtic-Fans werden insgesamt da sein, nicht wenig davon aber werden in Düsseldorf bleiben und dort das Spiel schauen, oder eben in der Gladbacher Altstadt), das Flutlichtspiel, die Hymne – ein Abend wie der heutige wird Vestergaard belegen, dass er alles richtig gemacht. Zumal, wenn das Spiel erfolgreich ist. "Dafür werden wir alles tun", verspricht er.

 
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