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Eberl über Borussias Trainer
Vertragsverhandlung mit Hecking "um die Sommerpause herum"

Max Eberl: Neuer Vertrag für Dieter Hecking bis zur nächsten Saison
Max Eberl und Dieter Hecking bei der Präsentation des Trainers im Januar 2017. FOTO: ap, mm
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl hat bekräftigt, den Vertrag mit Trainer Dieter Hecking bald verlängern zu wollen.

"Dass wir in die neue Saison gehen mit einem Vertrag bis 2019, schließe ich aus", sagte der 44-Jährige dem Onlineportal Sportbuzzer in einem Interview. So lange läuft Heckings aktueller Kontrakt noch: "Wir wollen verlängern, aber das wird nicht in den nächsten Wochen passieren. Um die Sommerpause herum ist genug Zeit, das in Ruhe zu besprechen." Mit Heckings Vorgänger André Schubert hatte Borussia frühzeitig verlängert, als dieser ein Jahr Cheftrainer war. Beim Tabellensechsten sei man mit Hecking, der seit Dezember 2016 im Amt ist, "sehr zufrieden. Kontinuität ist ein Wort, was bei uns nicht nur gesagt, sondern gelebt wird", betonte Eberl.

Der Manager hält es für möglich, dass die 50+1-Regel im deutschen Profifußball bald gekippt wird: "Ich befürchte es. Aus meiner Sicht wäre es kein gutes Zeichen. Es gibt ja schon jetzt zwölf, 13 Klubs, die Anteile verkauft haben. Wir gehören zu denen, die noch komplett 'rein' sind." Bisher verhindert die sogenannte 50+1-Regel, dass die Klubs mehrheitlich von Investoren übernommen werden.

Fotos: Die Trainer-Galerie von Borussia Mönchengladbach FOTO: dpa, ade cul

"Wenn jemand käme, mir 40 Millionen Euro geben und sagen würde: 'Damit musst du in die Champions League kommen, sonst musst du verkaufen', würde ich das Geld nicht haben wollen", betonte der 44-Jährige. "Die Frage ist ja, ob man das will, dass einem Herr Sowieso von Firma xy nach einem verlorenen Spiel das Messer an den Hals hält oder sagt, dass wir einen Spieler verkaufen müssen. Ich möchte da nicht hinkommen. Ich möchte selbst- und nicht fremdbestimmt sein."

Der Gladbacher Manager hält es für besser, auf strategische Partner zu setzen wie es beispielsweise Bayern München vorbildlich mache: "Ob es das Allheilmittel wäre, 50+1 zu kippen, um den Wettbewerb spannender zu machen, bezweifle ich."

(jaso/dpa/sid)
 
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