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Borussia Mönchengladbach
Nach Strobl - Borussias weitere Kaderbaustellen

Das ist Max Eberl
Das ist Max Eberl FOTO: dpa, mb tba
Mönchengladbach. Nordtveits Kaderplatz ist schon neu besetzt. Mit Blick auf die neue Saison ist die Zahl weiterer Transferprojekte für Max Eberl noch unklar. Von Stefan Klüttermann

In Tobias Strobl hat also schon im März der erste Neue für die Gladbacher Spielzeit 2016/17 unterschrieben. Er soll Havard Nordtveit ersetzen. Bei der Frage indes, wie viele weitere Neue dem Hoffenheimer in den kommenden Wochen und Monaten folgen werden, sind die Kaderplaner um Max Eberl und Steffen Korell ein Stück weit zum Abwarten verdammt. Das ist ungewöhnlich und beileibe nicht optimal, aber Zeitpunkt und Qualität der Rückkehr von Alvaro Dominguez zum einen und die Europameisterschaft sowie der sie begleitende Transferwahnsinn englischer Couleur zum anderen werden eben maßgeblich bestimmen, wie viel oder wie wenig kurzfristige Aktivität auf dem Transfermarkt für Borussia vonnöten ist.

Skizziert sei hier einmal das angenehmste und einmal das arbeitsreichste Szenario für Borussias Verantwortliche aus heutiger Sicht:

Das angenehmste Szenario: Dominguez kehrt nach Rücken-OP und Reha (er ist wieder in Gladbach) zeitnah topfit zurück und ist bereits ab der Vorbereitung wieder eine belastbare Option für Trainer André Schubert. Zudem bleibt Granit Xhaka noch eine Saison länger Borusse, weil Gladbach erneut Champions League spielt. In diesem Fall stünde der Kader quasi jetzt schon, denn Andreas Christensens Verbleib ist vertraglich garantiert und auf Martin Hinteregger hat man eine Kaufoption - man muss halt nur überzeugt sein, sie auch für knapp acht Millionen Euro zu ziehen.

Überdies ginge es höchstens noch darum, einen Nachfolger für Branimir Hrgota (Vertrag läuft aus) zu finden - dann aber gezielt einen talentierten, beweglichen Backup zu Raffael und Stindl, als Typ also auch einen wie Raffael, Stindl oder Hazard. Denn Platz für weniger bewegliche Angreifer bietet Borussias Spielidee ja schon länger nicht mehr. Hrgota ist nur der vorerst letzte, den diese Erkenntnis betrifft. Von einem Verbleib des 23-jährigen Schweden ist aktuell jedenfalls nicht auszugehen. Ob indes Utrechts Sébastien Haller (21) bei einer kolportierten Ablöse von acht Millionen der passende Nachfolger wäre? Womöglich eher Hoffenheims Nadiem Amiri (19). Bliebe letztlich noch die Frage, ob das Überangebot an offensiven Außen bei Borussia noch einen Abgang erzeugen wird.

Das arbeitsreichste Szenario: Nimmt Dominguez' Wiedereingliederung mehr Zeit in Anspruch als gedacht und machen die Engländer, allen voran der FC Arsenal, in Sachen astronomisches Angebot für Xhaka ernst, tun sich hiermit zwei Schlüsselbaustellen auf, die mit hochwertigen Soforthilfen geschlossen werden müssten - und das auf einem durch EM und Premier-League-Millionen hochkochenden Transfermarkt.

Und sonst so?

Raffael Beide Seiten haben sich ihrer Wertschätzung zuletzt oft und laut versichert, alles andere als ein neuer Vertrag für Borussias wichtigsten Offensivspieler ist daher kaum vorstellbar.

Roel Brouwers Alles ist nach wie vor in der Schwebe, weil eben von Dominguez abhängt, inwiefern Borussia am Endes Tages eine verlässlichen Ersatz wie Brouwers noch ein Jahr länger benötigt.

Marvin Schulz Wer gedacht hätte, Borussia würde die Kaderstelle von Havard Nordtveit Eigengewächs Marvin Schulz übertragen und ihm so den nächsten Entwicklungsschritt zutrauen und ermöglichen, sah sich durch Strobls Verpflichtung erstmal eines Besseren belehrt. Schulz will sich in Gladbach durchbeißen, fragt sich nur, ob er ab Sommer für dieses Ziel spürbar mehr Spielpraxis bekommen wird.

Quelle: RP
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