| 18.49 Uhr

Fortuna Düsseldorf
So helfen die Zugänge der Fortuna nicht weiter

Einzelkritik: Schmitz, Koch und Pohjanpalo mit mangelhafter Leistung
Einzelkritik: Schmitz, Koch und Pohjanpalo mit mangelhafter Leistung FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat in der Winterpause auf dem Transfermarkt zugeschlagen, am Samstag standen zwei der drei Zugänge auf dem Platz. Allerdings blieben sie blass. Nikola Djurdjic zeigte dennoch, dass er der Mannschaft weiterhelfen kann. Von Christoffer Kleindienst

Wenn man sich das Spiel zwischen der Fortuna und Heidenheim nur oberflächlich angeschaut hat, dürfte das Urteil schnell gefällt sein: Die Angreifer haben enttäuscht. Tatsächlich hatte Joel Pohjanpalo einen rabenschwarzen Tag erwischt – dem Finnen versprangen unzählige Bälle, Pässe misslangen, eine der wenigen Torchancen vergab er höchstpersönlich – sein Luftloch, das er bei einem Schussversuch schlug, war – Platzfehler hin oder her – dann das Tüpfelchen auf dem i seines misslungenen Auftritts.

Fortuna findet keine Balance

Allerdings war es auch mal wieder kein einfaches Spiel für die Stürmer. Die Balance stimmte bei der Fortuna zu keinem Zeitpunkt, der Übergang von Defensive zu Offensive hakte über 90 Minuten. Und so konnte Trainer Marco Kurz gar nicht sein Ass im Ärmel ausspielen: Zugang Djurdjic ließ sich im Laufe des Spiels immer weiter fallen, wich auf die Flügel aus – am Ende hatte er trotz optischer Überlegenheit der Fortuna nur 38 Ballkontakte auf dem Konto. Selbst Torwart Michael Rensing sammelte mehr (39).

"Ich möchte dem Team schnellstmöglich helfen – das kann ich natürlich am besten mit Toren und Vorlagen", sagte der 29-Jährige bei seiner Verpflichtung. Wenn er demnächst nicht besser ins Spiel eingebunden wird, muss er schon eine Effizienz aufbieten, die ihresgleichen in der Liga suchen würde. Der Auftritt des Serben selbst machte allerdings Hoffnung. Fehler unterliefen ihm verhältnismäßig wenige, als Kombinationspartner für seine Teamkollegen aus dem Mittelfeld machte er einen sicheren Eindruck. Zudem strahlte er die meiste Torgefahr in seinem Team aus, immerhin drei der insgesamt zwölf Torschüsse, die die Deutsche Fußball Liga erstaunlicherweise zählte, gingen auf sein Konto.  

Den Auftritt des anderen Leihspielers Charis Mavrias kann man hingegen nicht so sehr relativieren. Natürlich leidet auch seine Leistung unter dem schwachen Auftritt des gesamten Teams. Allerdings war er weitaus mehr in das Spiel eingebunden, viele seiner Stärken verpufften aber im Laufe des Spiels: Weder seine Dribbling-Stärke noch Schnelligkeit konnte er gezielt einsetzen. 

Überraschungsmomente wurden ihm aber auch erschwert, das Tempo in Fortunas Vorstößen fehlte weitestegehed komplett, sodass die Gäste sich immer wieder positionieren konnten. Die 4-4-2-Formation mit zwei Fortunen in der Spitze hatte wenig Zug zum Tor, dafür deutlich mehr Statik. Es wirkte, als ob ein weiterer Mittelfeldspieler fehlte, der für mehr Bewegung beim Gegner und somit mehr Räume im Halbfeld sorgen könnte. "Wenn ich noch einen Mittelfeldspieler habe, heißt das nicht, dass ich einfacher in die Spitze komme", dementierte Trainer Marco Kurz nach der Partie. Ob er an dem System festhält, das gegen Heidenheim vor allen Dingen die Fans maßlos enttäuschte, ist dennoch fraglich. Zumal sich einer seiner beiden Stürmer im Formtief befindet.

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