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Fortuna
Heinz Lucas feiert 90. Geburtstag
Fortuna: Heinz Lucas feiert 90. Geburtstag
Heinz Lucas mit Wolfgang Sandow (links) und Klaus Neumann vom CFC Hertha 06 Berlin. FOTO: rpo, Falk Janning
Fortuna feiert Heinz Lucas Der Erfolgstrainer der 70er Jahre wurde am Dienstag 90 Jahre alt. Zahlreiche Weggefährten des gebürtigen Berliners tauschten in der Erkrather Senioren-Wohnanlage mit dem Jubilar Erinnerungen aus. Von Falk Janning

Es war Heinz Lucas’ großer Tag. Fortunas Trainerlegende feierte am Dienstag mit einer Schar bestens gelaunter Gäste seinen 90. Geburtstag. Alte Weggefährten und Freunde waren am Morgen in die Erkrather Senioren-Wohnanlage gekommen, um dem Fußball-Erfolgscoach der 70er Jahre zu gratulieren.

Schützlinge aus erfolgreichen Bundesligazeiten erschienen zu der Festrunde und tauschten nach den Glückwünschen mit Leidenschaft Erinnerungen aus. Allen voran der langjährige Kapitän Fred Hesse, der verlängerte Arm des Trainers. Zudem unter anderem Benno Beiroth, Wilfried Woyke, Peter Biesenkamp, Klaus Budde, Dieter Brei und Hardy Helmreich. Trainer Heinz Lucas hatte die Fortuna 1971 in die Bundesliga geführt. Zweimal hintereinander erreichte sie als Dritter ihre besten Platzierungen. In der Saison 72/73 waren nur der FC Bayern und der 1. FC Köln, ein Jahr später Bayern und Mönchengladbach besser. Die Mannschaft war die beste, die Fortuna nach dem Krieg hatte.

Thomas Allofs und Hermann Tecklenburg vom aktuellen Vorstand überreichten ein Präsent. Auch Dieter Bierbaum war natürlich dabei: Fortunas langjähriger Stadionsprecher begann seine Karriere am Mikrofon mit dem ersten Bundesligaspiel der Fortuna nach dem Aufstieg 1971, erlebte vier der fünf Lucas-Jahre in Düsseldorf hautnah. Die Laudatio hielt Fortunas Ex-Präsident und frühere Liga-Obmann Hans Noack.

Sogar der Vorsitzende von Lucas’ Heimatverein CFC Hertha 06 Berlin, Wolfgang Sandow, kam nach Erkrath. Lucas ist den Charlottenburgern seit 1930 als Mitglied verbunden und das letzte noch lebende Ehrenmitglied. Sandow brachte eine Festschrift seines Vereins mit. Im Kapitel über die Saison 1936/37 steht da unter anderem: „Man nannte diese Elf nur die Lucas-Elf, nach einem damals 18-Jährigen, der als Mittelläufer wie ein Fels in der Brandung stand.“

„Ich hoffe wir werden Freunde, denn als Freunde verfolgen wir ein gemeinsames Ziel im Sport“, soll er gesagt haben, als er sich der Mannschaft vorstellte. Lucas habe Werte wie Kameradschaft und Ehrlichkeit vertreten, erzählte Fred Hesse am Dienstag. „Es war wie ein Vater-Sohn-Verhältnis.“ Mit ihm habe man über alle Probleme sprechen können.

Der gebürtige Berliner, der 1953 seine Prüfung als Fußballlehrer bei Sepp Herberger gemacht hatte, arbeitete für zwölf Vereine - unter anderem bei Hannover 96, Darmstadt 98, Eintracht Braunschweig, Wuppertaler SV, 1860 München und der SpVgg Fürth. 1982 zog er mit seiner Frau Delo nach Mettmann.

Herbert Kreidt, der 18 Jahre lang Schatzmeister Fortunas war und dem Freundeskreis der Ehrenmitglieder vorsteht, kümmerte sich lange um Lucas. Auch wenn es bei Lucas seit vergangenem Jahr mit der Erinnerung nicht mehr so recht klappt und er im Herbst das Seniorenstift in Erkrath bezog: Fortuna wird ihn nie vergessen.

Quelle: jan
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