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"ABBA"
Uefa testet neuen Modus im Elfmeterschießen

Uefa testet neuen Elfmeterschießen-Modus bei U17-Frauen-EM
Serge Gnabry schießt bei Olympia einen Elfmeter? Kommt bald die Revolution vom Punkt? FOTO: dpa
Düsseldorf. Revolution im Elfmeterschießen? Die europäische Fußball-Union Uefa testet bei der U17-Europameisterschaft der Frauen in Tschechien einen neuen Modus mit der Bezeichnung "ABBA". Das Ganze erinnert an den Tiebreak im Tennis. 

Die aktuelle Praxis für ein Elfmeterschießen ist bekannt: Ein Münzwurf entscheidet, welche Mannschaft beginnen darf und im Anschluss treten die fünf Schützen jeder Mannschaft abwechselnd vom Punkt an. Für die Funktionäre der Uefa ein ungerechter Vorgang, bei dem die Mannschaft mit dem ersten Versuch rein statistisch mit einer 60-prozentigen Gewinnchance im Vorteil ist. 

Um die Chancengleichheit künftig zu erhöhen, soll bei der aktuellen U17-Europameisterschaft der Frauen in Tschechien ein neuer Modus getestet werden. Das gab die Uefa auf ihrer Webseite bekannt.

Der Name "ABBA" leitet sich dabei von der Reihenfolge der Schützen ab: Mannschaft A legt im ersten Versuch vor, Mannschaft B zieht nach und darf im Anschluss gleich noch einmal antreten, bevor wieder Mannschaft A zweimal in Folge an der Reihe ist. Bei Gleichstand nach fünf Schützen setzt sich der Modus mit den zwei Versuchen pro Mannschaft fort.

Zum Einsatz kam das neue System allerdings noch nicht. Die EM befindet sich noch in der Gruppenphase. 

(dbr)
 
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