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Berlin
Harting droht nach Gold-Jubel juristischer Ärger

Berlin. Zwei Wochen nach dem Ende der Sommerspiele in Rio de Janeiro drohen dem Diskus-Olympiasieger Christoph Harting möglicherweise ernsthafte Konsequenzen. Sein umstrittenes Verhalten während der Siegerehrung in Brasilien hat eine Privatperson dazu veranlasst, Anzeige gegen den Angehörigen der Bundespolizei zu erstatten. Das bestätigte Jochen Maron, Leiter der Bundespolizeisportschule in Kienbaum und Vorgesetzter von Harting, der Zeitung Welt am Sonntag, die als erste von dem Vorfall berichtete.

Darüber hinaus soll auch ein internes Verfahren bei der Bundespolizei eingeleitet werden. Maron wollte das auf Nachfrage zwar nicht bestätigen, sagte aber auch: "Ich stehe dem Verhalten von Christoph Harting sehr kritisch gegenüber. Dieser Vorfall wird auch in jedem Fall noch nachbereitet." Als bei der Siegerehrung in Rio die deutsche Fahne hochgezogen und die Nationalhymne gespielt wurde, hatte sich der Überraschungssieger für viele völlig daneben benommen.

In Kürze soll ein persönliches Gespräch mit dem 2,07-m-Hünen folgen. Am Samstag wollte Harting beim ISTAF in Berlin ursprünglich seinen Saisonabschluss feiern, musste das mit Spannung erwartete Duell gegen seinen Bruder Robert wegen eines fiebrigen Infekts kurzfristig absagen. "Ich hatte Fieber und Schüttelfrost", sagte Christoph Harting, der seine Saison am Stadionmikrofon für beendet erklärte.

(sid)
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