| 03.04 Uhr

Bei der Siegerehrung
Gold-Pferd Cosmo tritt Pfleger gegen die Stirn

Gold-Pferd Cosmo tritt Pfleger Robert Sanderson
Gold-Pferd Cosmo tritt Pfleger Robert Sanderson FOTO: dpa, nic
Rio de Janeiro. Bei der Siegerehrung der deutschen Mannschafts-Olympiasieger in der Dressur ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Der neunjährige Wallach Cosmo, Pferd von Goldmedaillengewinner Sönke Rothenberger, scheute und traf seinen Pfleger Robert Sanderson mit einem Huf an der Stirn.

Sanderson ging zu Boden und musste behandelt werden. "Es geht ihm schon besser", sagte Rothenberger später: "Wir sind sehr froh, dass Cosmo ihn nicht voll erwischt hat. Robbie ist zur Untersuchung im Krankenhaus." Equipechef Klaus Roeser war "erstmal sehr erleichtert, dass es nicht schlimmer gekommen ist". Sanderson müsse allerdings an der Stirn genäht werden.

Der Pfleger war nach dem Zwischenfall von Helfern aus dem Stadion geführt worden, hatte dabei aber schon leichte Entwarnung gegeben, als er ins Publikum winkte.

"Das ist nichts, das ist nur ein kleiner Kratzer", sagte Sanderson am Freitagabend im Deutschen Haus. "Alles ist gut. Nur blöd, dass ich die Siegerehrung verpasst habe."

Olympia 2016: Gold! Dressur-Team nicht zu schlagen FOTO: dpa, hpl

Verhaltene Freude bei Reiter-Equipe

Die deutsche Dressur-Equipe hatte mit eher verhaltener Freude auf den Olympiasieg in der Mannschafts-Entscheidung reagiert. "Aus Respekt vor dem schwer verunglückten Stefan Henze und seinen Angehörigen haben wir uns etwas zurückgehalten", sagte Isabell Werth: "Angesichts einer solchen Tragödie wollten wir nicht rumhüpfen."

Henze war am Montag bei einem Unfall mit einem Taxi in Rio lebensgefährlich verletzt worden. Nach einer Not-OP liegt der Trainer der deutschen Slalomkanuten mit schweren Schädel-Hirn-Verletzungen auf der Intensivstation.

(sb/sid)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Olympia 2016: Gold-Pferd Cosmo tritt Pfleger gegen die Stirn


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.