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TV-Kritik zum Schießen
Zuschauer sehen die Treffer nicht

TV-Kritik zum Schießen: Zuschauer sehen die Treffer nicht
Manche Zuschauer fühlten sich durch die TV-Einstellung beim Schießen bedroht. FOTO: Screenshot ZDF
Düsseldorf. Peng! Peng! Die Olympischen Spiele machen einem alle vier Jahre bewusst, womit sich Menschen im Hochleistungsbereich so alles beschäftigen. Schießen zum Beispiel. Und das mit allerlei Kalibern. In Rio soll der Wettkampf für die TV-Zuschauer offenbar besonders martialisch präsentiert werden. Von Gianni Costa

Die Athleten der Disziplin Sportpistolenschießen werden frontal von den Kameras ins Visier genommen, so entsteht der Eindruck, als würden sie auf einen schießen. Es ist bislang nicht überliefert, wie viele verängstigte Zuschauer noch immer hinter ihrem Sofa kauern, aus Angst, eine Kugel abzubekommen.

Ganz eventuell ist so ein Schießwettbewerb eine spannende Sache. Wenn man denn dann überhaupt mitbekommen würde, was passiert. Peng! Peng! Als Zuschauer hört man Schüsse, dann blinkt bei einem gültigen Versuch ein grünes Licht, bei einem Fehlschuss ein rotes. Ein Schütze muss aus 25 Metern Entfernung die 10 auf der Zielscheibe treffen – die Trefferfläche misst 100 Millimeter im Durchmesser. Die Schützen selbst sehen vor sich auf einem Monitor, wohin sie geschossen haben. Das ist wichtig, damit sie sich für die weiteren Versuche korrigieren können. Der Zuschauer würde das auch gerne sehen.

ARD und ZDF trifft an der Übertragungsform keine Schuld. Sie können nur das vom Internationalen Olympischen Komitee übermittelte TV-Signal nutzen. Peng! Peng!

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