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"Muss nichts mehr beweisen"
Comeback von Bode Miller wird immer unwahrscheinlicher

Porträt: Bode Miller – Draufgänger auf der Piste
Porträt: Bode Miller – Draufgänger auf der Piste FOTO: dpa, Hans Klaus Techt
Seinen Rücktritt hat er noch nicht verkündet, doch eine Rückkehr von Olympiasieger Bode Miller in den alpinen Skirennsport wird trotzdem immer unwahrscheinlicher.

"Ich bin glücklich mit dem, was ich erreicht habe, es gibt tatsächlich nichts, was ich noch beweisen müsste", sagte der 39 Jahre alte Amerikaner dem Modemagazin Women's Wear Daily. Ein Comeback, ergänzte er, "steht nicht an der Spitze der Prioritätenliste".

Miller, Kombinations-Olympiasieger 2010 und Gewinner von fünf weiteren Olympia-Medaillen, wird im November zum vierten Mal Vater. Neben seinem geschäftlichen Engagement für eine Ski-Firma investiert er nun auch Zeit und Geld in ein Unternehmen, das Wintersport-Bekleidung herstellt. Abhängig von der Logistik sei ein Comeback "eine Möglichkeit, nehme ich an, aber mit meiner Familie und all den anderen Sachen weiß ich nicht, wie es machbar wäre", sagte er.

Sein letztes Rennen hatte Miller im Februar 2015 bei den Weltmeisterschaften in Vail und Beaver Creek/USA bestritten - er stürzte spektakulär und verletzte sich dabei schwer. "Ich fühle mich großartig", sagte er nun, "nicht zu stürzen sorgt dafür, dass du dich gut fühlst." Er sei schon zweimal vom Rücktritt zurückgetreten, für ein weiteres Mal sei "jetzt nicht die Zeit", betonte er.

Wirklich ausgeschlossen hat Miller bislang nur einen Start bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang. Der US-Skiverband führt den Doppelweltmeister von 2005 nach wie vor als Mitglied des A-Kaders. Doch die Aussagen von Miller lassen tief blicken. Er liebe Rennfahren und die Herausforderung nach wie vor, betonte er, "aber dann ist man eben auch einmal an einem Punkt, an dem man absolut glücklich damit ist, etwas anderes zu tun".

(sid)
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