Frank Stronach
Persönlich

Frank Stronach . . . demontiert seine eigene Partei

Mehr als Politkabarett hat das "Team Stronach" (TS) kaum geboten, seit es vor einem Jahr in den Wiener Nationalrat, das österreichische Parlament, einzog. Jetzt läuft der unvermeidliche Niedergang der Milliardärspartei als tragikkomische Posse ab. Die Hauptschuld trägt der Parteigründer selbst: Frank Stronach, der 82-jährige austro-kanadische Milliardär im Unruhestand, will nicht einsehen, dass er als politischer Quereinsteiger gescheitert ist, dass sein Ziel, Österreichs Parteien- und Sozialstaat durch ein kapitalistisches System nach US-Vorbild zu ersetzen, nicht realisierbar ist. mehr

Wien

EU: Österreichs Parteien gehen die Kandidaten aus

Eineinhalb Monate vor der Europawahl stehen drei österreichische Parteien ohne Spitzenkandidat da. Ulrike Haider-Quercia, Tochter des tödlich verunglückten Jörg Haider, gab auf, weil ihre Partei BZÖ ihren liberalen Kurs nicht tragen wollte. Andreas Mölzer von der rechtspopulistischen FPÖ musste zurücktreten, weil er die EU mit der Nazi-Diktatur verglich und vor einem "Negerkonglomerat" warnte. Das Team Stronach hingegen tritt gar nicht erst an, obwohl es vergangenes Jahr erstmals in den österreichischen Nationalrat einzog. Dies wurde damit begründet, dass das Parlament in Straßburg ein "zahnloser Apparat" sei und Ressourcen gespart werden müssten. Namensgeber und Milliardär Frank Stronach verließ die Partei kürzlich und stoppte die Finanzierung. mehr

Persönlich

Frank Stronach . . . verlässt Österreichs Politik

Er wollte Österreich aufmischen, versprach den Wählern "Wahrheit, Transparenz, Fairness", doch weniger als eineinhalb Jahre nach dem Einzug seiner Partei in den Nationalrat verlässt der austro-kanadische Milliardär Frank Stronach die Polit-Bühne schon wieder. Der 81-Jährige werde sein Mandat heute niederlegen, aber nominell zunächst Parteichef bleiben, verkündete er. Gut lief es für das "Team Stronach" ohnehin nicht. Seit Monaten kämpft die Partei, die mit elf Sitzen im Parlament vertreten ist, ums politische Überleben. Bei den Nationalratswahlen im September 2013 war die Partei mit 5,7 Prozent deutlich unter den eigenen Erwartungen geblieben. Jüngste Umfragen sahen sie nur noch bei einem Prozent. mehr

Österreich

Milliardär Stronach plant Rückzug aus Politik

Der Milliardär und Parteigründer Frank Stronach hat knapp einen Monat nach der Parlamentswahl in Österreich seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. In etwa einem Jahr wolle er von der politischen Bühne wieder abtreten, sagte der Gründer des kanadischen Autozulieferers Magna am Dienstagabend in einem Interview mit dem Österreichischen Rundfunk. "Ich habe immer gesagt, dass ich mich früher oder später zurückziehen werde", sagte der 81-Jährige. Früher oder später könne in einem halben Jahr, einem Jahr oder eineinhalb Jahren seien, schränkte er den Zeithorizont ein. "Auf alle Fälle will ich hier nicht Jahre dabei sein", betonte er. mehr

Wien

Große Koalition in Österreich kann weiterregieren

In Österreich zeichnet sich nach der Parlamentswahl eine Neuauflage der großen Koalition aus sozialdemokratischer SPÖ und konservativer ÖVP ab. Nach dem vorläufigen Ergebnis verloren die beiden Parteien zwar jeweils deutlich und fuhren damit das schlechteste Ergebnis seit 1945 ein: Die SPÖ errang 27,1 Prozent der Stimmen (minus 2,2 Prozentpunkte), die ÖVP kam auf 23,8 Prozent (ebenfalls minus 2,2). Dennoch werden die gemeinsam errungenen gut 50 Prozent der Stimmen für eine Regierungsmehrheit reichen. mehr