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Essen
Kohle-Aus: 3000 RWE-Mitarbeiter demonstrieren

Essen. Im Streit um die Rodungen im Hambacher Forst für den Braunkohleabbau macht das Oberverwaltungsgericht Münster einen Vergleichsvorschlag: Danach soll RWE bis zum 31. Dezember keine weiteren Abholzungen in dem fraglichen Gebiet unternehmen, teilte das Gericht gestern mit. Zugleich solle das Land ein Gutachten einholen, in dem geklärt wird, ob die Fläche die Kriterien für ein Fauna-Flora-Habitat-Areal (FFH) erfüllt, das besonders geschützt wird. Nun haben die Beteiligten bis zum 15. Dezember Zeit, den Vergleichsvorschlag anzunehmen.

RWE hält die Rodungen zur Fortführung des Tagebaus für unerlässlich. Das Gericht hatte die Abholzungen am Dienstag vorerst untersagt. Unterdessen demonstrierten 3000 Beschäftigte vor dem Kraftwerk Niederaußem gegen einen Ausstieg Deutschlands aus der Kohleverstromung. Der Ausstieg würde nur "teure Symbolpolitik" bedeuten, ohne dem Klima wirklich zu nützen, mahnte gestern die Gewerkschaft IG BCE. Ein schneller Ausstieg würde Tausende Jobs gefährden.

(dpa)
 
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