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Panama Papers
Fiskus soll Betrug über Briefkastenfirmen stärker bekämpfen

Presse: "Eine Affäre, die uns wohl noch lange beschäftigen wird"
Presse: "Eine Affäre, die uns wohl noch lange beschäftigen wird" FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO
Berlin. Bund und Länder wollen nach der Aufdeckung Hunderttausender Briefkastenfirmen die Meldepflichten von Banken und Steuerzahlern in Deutschland ausweiten. Dazu soll auch die umstrittene Kontenabfrage ausgebaut werden.

Diese wurde bisher im Kampf gegen Steuerbetrug und Sozialmissbrauch genutzt. Zudem soll Steuerbetrug über Offshore-Firmen künftig als "besonders schwere Steuerhinterziehung" eingestuft werden, so dass strafrechtliche Ermittlungen auf zehn Jahre ausgedehnt werden könnten.

Ziel der zusätzlichen Schritte sei es, dem Fiskus mehr Einblick zu gewähren und Steuerbetrug über Offshore-Firmen einzudämmen. Bund und Länder wollen am Donnerstag über ein Maßnahmenpaket beraten. Briefkastenfirmen in Offshore-Regionen stehen seit den sogenannten Panama Papers in der Kritik. Sie sind nicht per se illegal. Sie werden aber häufig auch für Steuerbetrug und Geldwäsche missbraucht.

(dpa/jeku)
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