| 08.02 Uhr

Berlin
Studie: Endkunden profitieren nicht von billigerem Gas

Berlin. Die Energieversorger in Deutschland haben auch in diesem Jahr fallende Gaspreise nicht an die Verbraucher weitergegeben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Energieinformationsdienstes Energycomment im Auftrag der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Dass die Haushaltstarife nicht an die sinkenden Beschaffungskosten angepasst worden seien, habe der Gaswirtschaft zusätzliche Einnahmen von zusammengerechnet 1,3 Milliarden Euro beschert, heißt es in der Studie, die unserer Redaktion vorliegt.

Die fehlende Anpassung der Haushaltstarife würde der Gaswirtschaft in 2015 Extraeinnahmen von 1,3 Milliarden Euro bescheren, heißt es. Private Endkunden würden wegen des Umsatzsteuereffektes zusätzlich mit 1,54 Milliarden Euro belastet. Einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden habe dies im zu Ende gehenden Jahr durchschnittlich 132 Euro gekostet. Nordrhein-Westfalen liegt in dieser Statistik deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Mit 157 Euro Mehrbelastung pro Kunde liegt NRW auf dem zweiten Platz hinter Baden-Württemberg (172 Euro). Der Trost: Laut Studie sind Anfang 2016 "etwas stärkere und breitere Tarifsenkungen zu erwarten". Etwa 22 Prozent der Anbieter wollten ihre Tarife um durchschnittlich 4,6 Prozent senken, heißt es.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Berlin: Studie: Endkunden profitieren nicht von billigerem Gas


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.