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Ermittlungen gegen Ferrero
Schuften Kinder für die Überraschungseier?

Kinderarbeit bei Ferrero?: Rumänische Justiz prüft den Vorwurf
Der Vorwurf: Schulpflichtige Kinder sollen, Ü-Eier befüllen, statt die Schulbank zu drücken. FOTO: ddp
Bukarest . Die rumänische Justiz hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Kinderarbeit bei der Herstellung von Überraschungseiern aufgenommen. Laut einem britischen Medienbericht würden Kinder eingesetzt, um kleine Spielzeuge in die Plastikkapseln zu füllen.

In den Ermittlungen geht es laut der britischen Boulevardzeitung "The Sun" auch um den Verdacht des Kinderhandels. Das sagte die Sprecherin der auf organisierte Kriminalität spezialisierten Staatsanwaltschaft, Mihaela Porime, dem Blatt. Der Überraschungsei-Hersteller Ferrero zeigte sich gegenüber dem rumänischen Sender Digi24 "betrübt und besorgt" über die Anschuldigungen und kündigte eine umfassende Untersuchung an.

"The Sun" hatte am Montag von zwei sechs und elf Jahre alten Geschwistern berichtet, die im Norden Rumäniens bis zu 13 Stunden täglich mit dem Zusammensetzen der Eier beschäftigt seien. Recherchen örtlicher Medien hatten diese Darstellung allerdings in Zweifel gezogen: Schulrektorin Mariana Dragos sagte der Agentur Agerpres, die Kinder seien regelmäßig in der Schule, es sei auszuschließen, dass sie mit 13-stündigen Arbeitstagen ausgebeutet würden. Die Mutter der Kinder bestritt zudem, dass diese für Ferrero arbeiteten.

(afp/jeku)
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