| 16.19 Uhr

Apple-ID und Kreditkarteninformationen
Apple-Nutzer im Visier von Phishing-Gangstern

Apple: Nutzerkonten im Visier von Phishing-Betrügern
Kreditkarteninformationen sollten im Netz nicht einfach preisgegeben werden.
Hannover/Berlin. Phishing-Betrüger verstehen sich darauf, ihren Opfern in Mails einen Schrecken einzujagen und zur unüberlegten Preisgabe von Daten zu bewegen – etwa durch eine angeblich drohende Kontosperrung. Zurzeit schweben insbesondere Apple-Nutzer in Gefahr.

Kriminelle machen derzeit verstärkt Jagd auf Zugangsdaten von Apple-Konten. In eher schlecht gefälschten Phishing-Mails, die angeblich von "Apple.de" stammen, wird behauptet, dass der Zugang zum Apple-Konto wegen ungewöhnlicher Kreditkartenaktivitäten eingeschränkt worden sei und nun wieder aktiviert werden müsse, warnt die Polizei Niedersachsen.

Phishing-Opfer sollen sich bei Apple melden

Ein Link führt dann auf eine nach Einschätzung der Experten recht überzeugend gefälschte Seite, auf der neben Apple-ID und -Passwort auch noch weitere sensible Daten wie Adresse, Bankkonto- oder Kreditkarteninformationen, Sicherheitsfragen oder Handynummern abgeschöpft werden sollen.

Wer darauf hereingefallen ist, sollte laut Polizei sofort den Kundendienst von Apple kontaktieren und seine Zugangsdaten auf der echten Apple-ID-Seite ändern, falls dies noch möglich ist. Wer Zahlungsdaten eingegeben hat, sollte auch die entsprechenden Banken informieren. Zudem rät die Polizei, Anzeige zu erstatten - und künftig auf weitere personalisierte Phishing-Mails vorbereitet zu sein.

Guthabenkarte statt Kreditkarte verwenden

Präventiv raten die Experten, weitergehende Sicherheitsvorkehrungen, die von Apple angeboten werden, zu nutzen - etwa die Zwei-Faktor-Authentifizierung für die Apple-ID. Dabei wird dann bei dem Log-in-Versuch beim Apple-Konto ein sechsstelliger Überprüfungscode etwa an das Smartphone geschickt. Und nur wenn dieser neben Apple-ID und -Passwort richtig eingegeben wird, erhält man Zugang zum Konto.

Sinnvoll sei es auch, Guthabenkarten, die in vielen Geschäften gekauft werden können, zu nutzen, anstatt Kreditkartendaten zu hinterlegen. Betrüger können dann im schlimmsten Fall nur über den aufgeladenen Betrag verfügen.

(isw/dpa)
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