Autos der Zukunft
Elektro- oder Hybridauto – wo liegen die Unterschiede?

Übersicht: Hybridautos in allen Klassen
Übersicht: Hybridautos in allen Klassen FOTO: Hersteller
Elektro- und Hybridautos sind eine Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Strom brauchen sowohl Hybrid- als auch Elektroautos. Aber wo genau liegen die Unterschiede? Hier gibt es eine Entscheidungshilfe für ihre Wahl des alternativen Antriebs.

Ein reines Elektroauto (z. B. e-Golf von Volkswagen mit 115 PS) wird mit elektrischer Energie angetrieben, wobei es hier auch Abwandlungen gibt. Nach dem Aufladen fährt ein Elektroauto beinahe geräuschlos. Die Energie wird aus Lithium-Ionen-Akkus gezogen, die acht bis zehn Stunden an einer Steckdose brauchen, um sich vollzuladen. Hingegen dauert das Aufladen an öffentlichen Ladestellen nur wenige Stunden bei einem Elektroauto. Die Reichweite von einem Elektroauto beträgt zwischen 120 und 220 Kilometern.

Eine weitere Variante des Elektroautos stellt ein Fahrzeug mit einem Range Extender (z. B. BMW i3 mit 170 PS) dar. Neben dem elektrischen Motor übernimmt während der Fahrt ein Benzinmotor die Batterieladung, sodass die Batterieladezeit geringer ausfällt. Der kleine Benzinmotor schafft eine Reichweitenverlängerung auf ungefähr 150 km. Gleichzeitig wird die CO2 Emission durch ein Elektroauto deutlich gesenkt.

Wie funktioniert ein Hybridauto?

Das Hybrid-System ist eine Kombination aus einem Elektro- und Benzinmotor, wie es zum Beispiel im Toyota Prius installiert wurde. Unterschieden wird zwischen einem seriellen und parallelen Hybrid, wobei bei ersterem der Ottomotor einen Generator betreibt und die Energie an die Räder weitergegeben wird.

Der parallele Hybrid setzt hingegen beide Motoren ein. Fährt das Fahrzeug langsam an, wird die gespeicherte Energie in der Hochspannungsbatterie an den Generator abgegeben und treibt die Räder an. Wird mehr Leistung von dem Hybridfahrzeug gefordert, schaltet sich der Benzinmotor ein. Der Generator wird angetrieben und gibt die Energie an die Räder weiter. Beim Loslassen des Gaspedals (Schubbetrieb) wird die Energie an die Batterie geleitet und gespeichert. Im richtigen Moment gibt die Batterie wieder die Energie an den Elektromotor ab.

Demzufolge erzielt das Hybrid-System ein dynamisches Fahrverhalten und führt zu einer Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Abgas-Emissionen. Gerade Hybridautos mit Biodiesel-, Erdgas- oder Wasserstoff-Antrieb sind sparsamer als herkömmlicher kraftstoffbetriebene Autos. Am Beispiel des Prius-Modells zeigt sich, dass ein Spritverbrauch im Durchschnitt von 3,0 Liter auf 100 km/h erreicht werden kann.

Was ist ein Plug-in-Hybrid?

Das Plug-in steht beim Hybriden für das Einstecken eines Kabels bzw. das Aufladen eines zusätzlichen Akkus an der Steckdose oder einer Ladesäule. Damit kann das Auto ungefähr 500 Kilometer komplett elektrisch fahren. Der durchschnittliche Verbrauchswert kann somit auf 2,1 Liter pro 100 Kilometer gesenkt werden.

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