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NRW reagiert auf Vogelgrippe-Fälle
Ab Dienstag herrscht Stallpflicht für Geflügel

Gefährliche Tierseuchen der Region
Gefährliche Tierseuchen der Region FOTO: AFP, AFP
Düsseldorf. Als Schutzmaßnahme gegen die Ausbreitung der Geflügelpest in Deutschland soll auch in Nordrhein-Westfalen von Dienstag an in bestimmten Risikoregionen eine Stallpflicht gelten, so zum Beispiel im nördlichen Teil des Kreises Kleve.

Das kündigte NRW-Umweltminister Johannes Remmel am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter an. Betroffen seien etwa Regionen, die auf den Flugrouten von Wildvögeln liegen, sagte ein Ministeriumssprecher. In welchen Kreisen in NRW genau die Stallpflicht gelten wird, werde am Montag festgelegt. Bisher gebe es noch keinen Fall des hochansteckenden Erregers H5N8 in NRW.

Erstmals war die H5N8-Variante der aktuellen Vogelgrippe-Epidemie in Deutschland am 8. November bei verendeten Wasservögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden. Seitdem tritt die Geflügelpest in immer mehr Bundesländern auf. Der Erreger gilt als ungefährlich für Menschen, ist aber eine erhebliche Bedrohung für Hausgeflügel.

In diesen Kreisen und kreisfreien Städten werden Risikogebiete benannt: Kreis Soest, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Herford, Kreis Lippe, Kreis Gütersloh, Kreis Paderborn, Stadt Duisburg, Kreis Wesel, Kreis Kleve, Stadt Krefeld, Stadt Düsseldorf, Kreis Borken, Kreis Coesfeld, Stadt Bottrop, Stadt Münster, Stadt Leverkusen.

Der Kreis Kleve hat am Montag für das nördliche Gebiet des Kreises eine Stallpflicht für Geflügel erlassen. Ab Mittwoch muss Geflügel in Bedburg-Hau, Emmerich, Kalkar, Kleve, Kranenburg und Rees im Stall bleiben.

Die Stadt Duisburg hat eine Stallpflicht in den Risikogebieten im Norden der Stadt erlassen, also in den Stadtteilen linksrheinisch nördlich der A42. Davon seien rund 20 Betriebe mit ungefähr 700 Tieren betroffen, so die Stadt.

(felt/lnw)
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