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Kraftwerk in Belgien soll vom Netz
1500 Aachener protestieren gegen Atomkraftwerk Tihange

Tihange: 1500 Aachener protestieren gegen Atomkraftwerk
Nach einem Brand in der umstrittenen belgischen Atomanlage Tihange soll Reaktorblock 1 voraussichtlich am Samstag wieder ans Netz gehen. FOTO: dpa, obe nic fdt
Aachen/Brüssel. In Aachen haben am Dienstag laut Polizei rund 1500 Menschen für die Stilllegung des belgischen Atomkraftwerks Tihange demonstriert. Vor wenigen Tagen hatte es in einem Reaktorblock gebrannt. 

Das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA) hatte zu der Kundgebung unter dem Motto "Stop Tihange - es reicht" aufgerufen. Aachens Bürgermeisterin Hilde Scheidt forderte im Namen der Stadt die Betreiber auf, das Kraftwerk vom Netz zu nehmen. Tihange liegt nur etwa 70 Kilometer von Aachen entfernt. Die Kundegebung verlief nach Polizeiangaben friedlich.

Nach einem Brand in der umstrittenen belgischen Atomanlage Tihange soll Reaktorblock 1 voraussichtlich erst am Samstag wieder ans Netz gehen. Das berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga. Der Reaktor sollte eigentlich bereits in der Nacht zu Mittwoch wieder anfahren. Er hatte sich nach einem Brand im nicht-nuklearen Bereich am Freitag automatisch abgeschaltet. Reaktorblock 2 war trotz Haarrissen in dem Reaktorbehälter vergangene Woche wieder ans Netz gegangen.

Die Atom-Anlagen werden in Deutschland heftig kritisiert. Auch die nordrhein-westfälische Landesregierung fordert die Stilllegung der Anlage.

(lnw)
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