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Dinslaken
Botschaft auf Buttons: "Rettet die Bühne"

Dinslaken: Botschaft auf Buttons: "Rettet die Bühne"
Setzen sich für die Burghofbühne ein: Jutta Frenk (links) und Cornelia Lesemeister vom Förderverein. FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken. Förderverein der Burghofbühne kritisiert Sparvorschlag des "Jamaika-Bündnisses" und startet Unterschriftenaktion. Von Michael Turek

Für sie ist Theater schon seit vielen Jahren eine Herzenssache. Nun sind die Mitglieder des Fördervereins Burghofbühne nochmals besonders gefragt. Setzt sich das Jamaika-Bündnis im Kreistag mit seinem Sparbeschluss durch, sehen Cornelia Lesemeister und Jutta Frenk, Vorstandsmitglieder des Fördervereins, Theater und Verein gefährdet. Einfach die Entscheidung abwarten, wollen sie nicht. Buttons mit der Aufforderung "Rettet die Burghofbühne!" sind hergestellt worden. Mitglieder werden auf Weihnachtsmärkten informieren und um Unterschriften sammeln. Zum Beispiel am morgigen Samstag auf dem Weihnachtsmarkt der Lebenshilfe.

Der Vorschlag des Jamaika-Bündnisses komme zu einem Zeitpunkt, in dem die Burghofbühne schwarze Zahlen schreibe, so Frenk. Das Team um Intendant Mirko Schombert habe neue Ideen mitgebracht, mit dem Programm spreche man auch junge Leute an. Der Kartenverkauf zeige, dass die Stücke ankommen. Sie fassen den Vorstoß des Bündnisses als eine unfaire Behandlung des neuen Intendanten auf. Man hätte ihm schon bevor er nach Dinslaken wechselte, sagen können, dass Kürzungen anstehen würden. Eine Kürzung von Seiten des Kreises habe das Theater, das sich immer als ein Theater für den Kreis Wesel verstanden hat, hinnehmen müssen, erinnert Jutta Frenk. "Nur die Premieren finden in Dinslaken statt", fügt sie hinzu.

Mit dem Sparbeschluss würde auch die ehrenamtliche Arbeit der rund 80 Vereinsmitglieder verschwinden. Die Idee, ab 2017 den Zuschuss jährlich um 20 Prozent zu senken, hätte nicht nur Auswirkungen für Theaterleute. Sie würde alle Bewohner des Kreises treffen. Auch deshalb, so Cornelia Lesemeister, sollten die Kreispolitiker noch einmal in aller Ruhe darüber nachdenken.

Das Aus der Burghofbühne, das durch die erneute Zuschusskürzung unweigerlich eingeläutet werden würde, führe dazu, dass viele Angebote wegfielen. So treten die Schauspieler auch in Schulen auf, sie bieten dort Workshops an.

Weitere Angebote wie die Clubs für Kinder und Jugendliche, der Club 55 sowie der Mehrgenerationenclub würde es nicht mehr geben. "Das alles würde man den Leuten nehmen", erklärt Cornelia Lesemeister.

Quelle: RP
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