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Dinslaken
Michael Huth, AfD

Dinslaken. Beruflich ist Michael Huth weit rumgekommen. Der 52-jährige Dinslakener arbeitet als Maschinenbau-Fertigungsinspektor für den Weltmarktführer im hüttentechnischen Anlagenbau und war viele Jahre im Ausland tätig, China und Russland waren nur zwei von etlichen Stationen. Seine Frau ist Asiatin. "Ich habe Freunde auf der ganzen Welt", sagt Michael Huth von sich, der bei der Landtagswahl als Direktkandidat der AfD antritt.

"Ich bin kein Ausländerhasser, als der man als AfD-Mann dargestellt wird." Die Flüchtlingsthematik ist eines seiner Themen. 2015 war er beruflich in Rumänien tätig. Damals sah er die Flüchtlingstrecks, die in Richtung Europa zogen. "Zu 80 bis 90 Prozent waren nur junge Männer unterwegs, kaum Familien", wie Huth berichtet. Das, was er sah, empfand er "als Invasion, als Bedrohung, denn die gingen alle nach Deutschland", wie er sich erinnert.

Zurück in seiner Heimat wollte er sich politisch engagieren. Vor der AfD wurde er gewarnt, denn das seien die Rechten. Als der dann zur AfD gegangen war, habe er festgestellt, dass "das ganz normale Leute, besorgte Menschen" sind. Dort fand er seine politische Heimat. 2016 bestellt er den Aufnahmeantrag und wurde dann Mitte des Jahres aufgenommen. Im Herbst fand dann bereits seine Wahl zum Landtagskandidaten statt, einen Listenplatz hat er nicht.

Er will die Vormachtstellung der SPD in NRW brechen, hofft, dass die AfD 14 Prozent erringt. "Wenn ich in meinem Wahlkreis elf bis 12 Prozent hole, dann bin ich ganz glücklich", sagt der 1,95 Meter große Mann und hofft, dass Rot-Rot-Grün den Bürgern Nordrhein-Westfalens erspart bleibt. hsd

Quelle: RP
 
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