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Dinslaken/Oberhausen
Rua Hiroshima wird zur Kirschbaumallee

Dinslaken/Oberhausen. Mehrere tausend Menschen feierten im Friedensdorf ein internationales Fest.

Die Rua Hiroshima wurde zur kulinarischen Meile, Kinder liefen mit geschminkten Gesichtern herum. Lions verkauften Adventskalender, Waffeln und Plüschlöwen und die Apfelschälmaschine lief im Dauerbetrieb. Beim Dorffest im Friedensdorf ging es wieder richtig rund.

Wie gewohnt startete mit dem Dorffest auch der Verkauf der Leerpakete für die Bürger-Paketaktion, von der bedürftige Menschen im Kaukasus und Tadschikistan profitieren werden. Bis haltbare Lebensmittel den Karton ausfüllen, bot er dem einen oder anderen vielleicht Platz für Tombolapreise oder Spielzeuge, die in unmittelbarer Nachbarschaft erworben werden konnten.

Wettbegeisterte konnten sich beim Mäuserennen vergnügen, während Kunstliebhaber den nächsten Stand bevorzugten, wo verschiedene Werke zum Verkauf standen. Drei großformatige Bilder wurden unter Federführung der Duisburger Künstlerin Angela Schmitz gemeinsam mit den Friedensdorf-Kindern gemalt. Sie zieren bald den Eingangsbereich der Dinslakener Zentralstelle. Auf den Bildern lassen sich die drei Arbeitsbereiche des Friedensdorfes wiedererkennen: medizinische Einzelfallhilfe, Auslandsprojekte und Bildungsarbeit.

Der Dorfplatz bot eine bunte Mischung aus verschiedenen Ständen, an denen es Marmelade, Bücher, Trödel, Kleidung und Bastelarbeiten zu kaufen gab. Auch die japanische Zeichnerin Midori Harada, Schöpferin des Friedensdorf-Maskottchens Frieda, war wieder da und konnte einer besonderen Überraschung beiwohnen: Auf Grundlage ihrer Zeichnung hatten Leos und Friedensdorf-Kinder vor Kurzem ein 3 mal 3,5 Meter großes Mosaik geschaffen, das nun eine Häuserwand ziert. An die Enthüllung dieses Kunstwerks schloss sich nahtlos die Versteigerung von Kirschbäumen an, die die Rua Hiroshima zukünftig in eine Kirschbaumallee verwandeln sollen. Die Idee zu dieser Aktion war während des Besuchs der japanischen Friedensdorf-Botschafterin Chizuru Azuma im Mai 2015 entstanden.

Für Musik sorgten ein Chor und Opernsängerinnen aus Japan, die trommelnden Taiko-Kids, Clowns, die Bollywood-Tanzgruppe Djimona und die Wüstenrosen aus Xanten sowie berühmte usbekische Musiker mit ihrer Tänzerin. Die Furys sorgten den ganzen Tag über für Spaß und natürlich zeigten auch einige Friedensdorf-Kinder wieder Tanz- und Gesangseinlagen, die ihre Verletzungen beinahe vergessen ließen.

Dank vielfältiger ehrenamtlicher Unterstützung war es ein gelungener Tag, dem auch der ab 17 Uhr einsetzende Regen nichts mehr anhaben konnte.

Quelle: RP
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