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Dinslaken
Wesel-Tag mit Führungen und Konzert

Dinslaken. Der Verein r(h)ein-kultur-welt (rkw) liebt es immer über den Tellerrand zu gucken. Diesmal ist Wesel das Ziel: Auf dem Programm steht eine Führung vom Dombaumeister Prof. Wolfgang Deurer am und im Willibrordi-Dom und er zeigt die gerade fertiggestellte Rathausfassade. Der Verein rkw lädt für Sonntag, 15. April, zu diesem besonderen Tag nach Wesel ein. Treffpunkt ist das Nordportal des Doms um 15 Uhr. Hier startet die Besichtigung und Erklärung. Erholen können sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen im nahen Lokal Auszeit, bevor sie dann Zuhörer eines wunderbaren Konzerts im Dom werden (Ende etwa 19.45 Uhr).

Heute ist der Weseler Dom das Wahrzeichen einer aus Trümmern wieder erstandenen Stadt (Wesel wurde im Zweiten Weltkrieg zu 97 Prozent zerstört). Die fünfschiffige Basilika gilt als letzter spätgotischer Großbau des Rheinlands. Nach der schweren Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde 1947 der Willibordi-Dombauverein von einer Bürgerbewegung gegründet und der Wiederaufbau und die bauliche Unterhaltung der Kirche beschlossen. Da es Fördergelder für Kirchen entsprechender Größe gab, wechselte der Name zu Willibrordi-Dom. Von 1948 bis 1994 wurde das gewaltige Gotteshaus durch den Dombauverein wieder hergestellt. Der Wiederaufbau durch eine eigene Dombauhütte geschah im Rückgriff auf die mittelalterliche Ausführung. Auf die neugotischen Elemente aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert wurde verzichtet. Aufgebracht wurde wieder ein Chorreiter mit Glockenspiel.

Dabei gibt es heute keine echte Dombauhütte mehr. Bauhütten waren ein Werkstattverband des gotischen Kathedralenbaus. Prof. Dr. Wolfgang Deurer, der seit 57 Jahren diesen Dombauverein als Dombaumeister unterstützt, war der für den Fassadenbau des gotischen Rathauses angestellte Architekt. Zu beiden Themen wird er im Rundgang berichten und seine Gäste an seinem großen Erfahrungsschatz teilhaben lassen. Die Führung ist im Preis enthalten. Anschließend gibt es die Pause mit Kaffee und Kuchen in der Auszeit (ebenfalls im Preis enthalten).

Um 18 Uhr folgt dann das Weseler Domkonzert "Barocke Schätze für Corno da caccia und Orgel" mit Werken von Johann Georg Knechtel, Johann Joachim Quantz, Johann Sebastian Bach und anderen. Urban Walser (Basel) spielt Corno da Caccia und Dr. Alexander Koschel aus Friedrichshafen ist an der Magnussen-Orgel zu hören (Eintritt im Preis enthalten).

Karten für den ungewöhnlichen Wesel-Tag zum Preis von 28 Euro gibt es im Vorverkauf in Voerde bei Schreibwaren Groos, Friedrichsfelder Straße 20 (Telefon 02855 81958), den Buchhandlungen Korn am Dinslakener Altmarkt (Telefon 02064 58310) und in Wesel in der Brückstraße 13 (Telefon 0281 21876), in der Buchhandlung Kammer in Hamminkeln, Diersfordter Straße 4 (02852 9651617), sowie bei Buch & Präsent Mila Becker in Friedrichsfeld, Bülowstraße 4 (0281 41409).

Das Kartenangebot ist begrenzt, eventuell gibt es Resttickets an der Abendkasse.

Quelle: RP
 
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