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Dormagen
Ampel an der A 57-Auffahrt nervt im Berufsverkehr

Dormagen. Thomas Bartels lebt in Delhoven, fährt aber täglich zu seiner Arbeitsstelle in Neuss. Der Morgen beginnt freilich meistens mit einer Geduldsprobe - für Bartels, aber auch für alle anderen Autofahrer, die zu den Stoßzeiten des Berufsverkehrs aus Richtung Delhoven oder Nievenheim kommend von der Provinzialstraße in Höhe Alte Heerstraße auf die Autobahn 57 auffahren möchten. Das liege an der Schaltung der Ampel dort, erklärt Bartels. Die Grün-Phase für die Linksabbieger sei einfach zu kurz. "Klar, es kommen so bis zu zehn Autos rüber", weiß der Delhovener. Angesichts des hohen Verkehrsaufkommens zu bestimmten Zeiten sei dies aber zu wenig. Die Autos stauten sich extrem weit von der Ausfahrt aus zurück.

Besonders zwischen 7 Uhr und 8.30 Uhr sieht der Pendler Bedarf für eine andere Taktung. "Ich wünsche mir eine intelligente Ampelschaltung, bei der das Verkehrsaufkommen berücksichtigt wird", sagt Bartels. Die Stadt habe er schon vor geraumer Zeit auf das Problem hingewiesen. Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang vor allem zwei Hindernisse: Weil die Provinzialstraße eine Landstraße ist (L 280), ist nicht die Stadt Dormagen für sie zuständig, sondern der Landesbetrieb Straßen NRW. Die andere Hürde befindet sich nur wenige hundert Meter von der "Problem-Ampel" entfernt, ebenfalls an der Provinzialstraße. Denn deren Kreuzung mit der Franz-Gerstner-Straße (L 380) hat sich zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt, der künftig entschärft werden soll. Allein von 2016 bis jetzt ereigneten sich dort sieben Zusammenstöße, bei denen insgesamt 27 Menschen zu Schaden kamen. Deshalb soll die Kreuzung neu gestaltet werden. Jede Fahrtrichtung soll eine eigene Spur und eine eigene Ampel bekommen.

Allerdings wohl nicht vor 2019. Und bislang lassen die Behörden nicht erkennen, die Ampel an der Autobahnauffahrt kurzfristig neu zu takten.

(ssc)
 
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