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Dormagen
Auf die Tanzfläche - fertig - los

Dormagen. Eine volle "Kulle" bei der dritten "Benefiz Boogie meets Swing Night". Von Klaus Niehörtser

Über Plattenjockey Volkmar Hess vom Phono + Radio-Museum kann man viele positive Dinge sagen. Jedes Lob läuft darauf hinaus, dass er sehr gute Ideen hat, die mit "seiner" Musik zu tun haben. Die Kulturhalle an der Langemarkstraße war wieder gut gefüllt, und es wären noch weit mehr Besucher platziert worden, hätte da nicht die große Tanzfläche ein Limit gesetzt.

Zum dritten Mal stand am Samstag Abend die Veranstaltung "Benefiz Boogie meets Swing Night" auf dem Programm, deren Erlös dieses Mal für das Phono+Radio-Museum bestimmt war. Es ging also um die Pop-Musik der 50er Jahre, die Zeit vor dem Rock'n' Roll, um Petticoats und waghalsig gekleidete Herren mit einem Hut. Alles war bestens bereitet für einen nostalgiegesättigten Abend. Überraschung! Schon am Eingang wurden die Besucher durch den Benefiz-Trödel eines Mitglieds der Boogie-Friends NRW begrüßt. Der Pianist Michael Stamm, Gründungsmitglied der Initiative "Dormagen Kulturbunt", durfte beim Musik- und Tanzabend auch nicht fehlen. Hinüber und herüber gab es herzliche Begrüßungen der Tanzgruppen. Um nur einige zu nennen: Tiger-Feet, Erkelenz, Boogie-Mafia Düsseldorf, Flying Petticoats, Köln und Bubble-Boogie, Nettetal. Über die kostenlose Miete für Vereine in der "Kulle" freute sich Volkmar Hess, der sich für die Unterstützung der Stadt ausdrücklich bedankte.

"Man trifft hier so viele Leute und kann so schön tanzen", sagten Anita und Michael, die zur Boogie-Mafia gehören und mit 14 Leuten in Dormagen angerückt waren. Das sei hier eine große Gemeinschaft, "und alle verstehen sich blendend", fügten sie hinzu. Ihre Eventmanagerin Ulrike pries vor allem "die wunderbare Tanzfläche". Bei so viel überschwänglicher Einstimmung auf Schwung und Fröhlichkeit mochte auch Bürgermeister Erik Lierenfeld nicht hintanstehen: "Da sage mal einer, in Dormagen sei nichts los. Wir können froh sein, eine so starke Kulturlandschaft zu haben." Viel Freude mit Freunden wünschte der Erste Bürger der Stadt Dormagen allen Beteiligten an diesem durchaus festlichen Abend.

Bei den Vortragenden machte eingangs Oliver Liege Stimmung mit seinen fetzigen Boogies am Piano, gefolgt von der Back Store Boys Swing Combo. Schließlich griff Volkmar Hess in seinen wohlsortierten Plattenschrank und ließ die 1950er Jahre musikalisch wieder auferstehen mit Titeln wie "Living Doll" oder "Lollipop". Diese Klänge wirkten auf die große Boogie-Gemeinde ziemlich elektrisierend, und immer wieder sah man die Beine bereits im Takt zucken, bevor sie denn überhaupt die Tanzfläche erreicht hatten.

Quelle: NGZ
 
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