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Dormagen
Baumkontrolleur bewahrt Äste vorm Herabstürzen

Dormagen. Im Ehrenamt ist Marc Pellekoorne als Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Dormagen, wie der Name es schon sagt, dafür im Einsatz, dass es den Bäumen in Dormagen gut geht - und sich die menschlichen mit den tierischen und pflanzlichen Bewohnern verstehen. Jetzt ist er auch beruflich zum Schutz der Bäume unterwegs: nach einer Fortbildung "FLL-zertifizierter Baumkontrolleur", wobei FLL für "Forschungsgesellschaft für Landschaftsentwicklung und Landbau" steht. Von Carina Wernig

Dabei überprüft er - für Kommunen und Privatleute - die Stand- und Verkehrssicherheit der Bäume, wie Pellekoorne anführt: "Es wird getestet, ob die Bäume keine Äste verlieren oder sonstwie so beeinträchtigt werden, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen." Das Ziel sei es immer, den ganzen Baum zu erhalten, aber manchmal müssten Äste auch entfernt werden, damit sie keine Gefahr für die Umgebung darstellen. "Das wird von Fall zu Fall entschieden", weist Baumkontrolleur Pellekoorne darauf hin, dass er nach einem Gutachten dann auch Vorschläge für notwendige Arbeiten mache. So würde bei einer sich spaltenden Krone eine Sicherung mit einem gespannten Band um den Kopf des Baumes vorgesehen, damit abbrechende Äste nicht den Vorbeigehenden auf den Kopf fallen, sondern am Stamm entlang gleiten.

Als 14-Jähriger hatte Pellekoorne ein Berufspraktikum bei einem Förster geleistet und nach der Fachhochschulreife Forstwirtschaft in Göttingen studiert. Da damals die Bedingungen für eine spätere Berufstätigkeit nicht rosig aussahen, wechselte er in die EDV-Branche.

"Ich arbeite sehr gern in der Natur, ich sehe den Baum als komplettes Lebewesen", erklärt Pellekoorne. Dabei komme es bei der Schadensprüfung auf Regelmäßigkeit an: So könne der unscheinbare Brandkrusten-Pilz innerhalb kurzer Zeit den ganzen Baum töten.

Quelle: NGZ
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