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Dormagen
Behörde genehmigt Mahnmal an Raststätte

Dormagen: Behörde genehmigt Mahnmal an Raststätte
Das Mahnmal für die Brandopfer an der A 57 überwinterte im Garten von Holger Hagedorn. Spätestens im Sommer soll es in Nievenheim stehen. FOTO: LBER
Dormagen. Straßen NRW hat jetzt grünes Licht für die Aufstellung der Skulptur in Nievenheim-Ost gegeben, die an das A 57-Brandunglück erinnern soll. Von Stefan Schneider

Holger Hagedorn ist auf der Zielgeraden. Wohl höchstens noch drei Monate muss sich der Pulheimer Künstler gedulden, dann wird endlich sein Mahnmal aufgestellt, mit dem er an die Opfer des schweren Brandunglücks auf der Autobahn 57 bei Dormagen erinnern möchte. Der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW hat dazu inzwischen grünes Licht gegeben. Das Mahnmal mit dem Namen "Corpus Delicti" wird auf dem Gelände der Raststätte Nievenheim-Ost platziert.

Ursprünglich hatte Hagedorn gehofft, dass die aus Überresten von der Brandstelle geschaffene Skulptur am 13./14. Februar, genau drei Jahre nach der Katastrophe mit einem Toten und vielen Verletzten, hätte platziert werden können. Wegen der noch fehlenden offiziellen Genehmigung konnte dieser Termin jedoch nicht realisiert werden.

Klar ist, dass das Mahnmal, das in Hagedorns Garten überwinterte, zunächst einen vorläufigen Platz auf dem Gelände an der Autobahn 57 bekommen wird. Denn die Raststätte Nievenheim-Ost wird umgebaut und in nördlicher Richtung erweitert, vor allem um zusätzliche Stellplätze für Lastwagen (wir berichteten). Lkw-Plätze fehlen fast überall in Deutschland. In Nievenheim-Ost gibt es zurzeit 30, künftig sollen es 75 sein. Auch die Zahl der Stellplätze für Autos soll erhöht werden - von aktuell 48 auf 86. Mit den Umbauarbeiten an der Raststätte, die voraussichtlich ein bis anderthalb Jahre lang dauern und etwa 4,8 Millionen Euro verschlingen werden (die Kosten trägt der Bund), kann nach bisheriger Einschätzung 2015 begonnen werden.

Nach Abschluss der Erweiterung wird über den endgültigen Standort der Hagedornschen Skulptur entschieden - unter Einbeziehung des Künstlers, wie ein Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßen NRW mitteilte. An die technischen Voraussetzungen für ein möglichst unproblematisches Versetzen des "Corpus Delicti" werde gedacht, berichtete Athanasios Mpasios von Straßen NRW, der die Erweiterungspläne für die Raststätte in der vergangenen Woche den Mitgliedern des Planungs- und Umweltausschusses vorgestellt und erläutert hatte. "Die Skulptur wird zunächst in einem Bereich aufgestellt, in dem später eine Fahrbahn verlaufen wird", sagte Mpasios gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Bei der Installation auf einem Betonfundament werde das Mahnmal mit Hilfe von "Ankern" zum Hoch- oder Runterziehen positioniert. Diese Anker werden normalerweise nach der Platzierung entfernt, sollen nun aber für das spätere Umsetzen erhalten bleiben, erläuterte Mpasios.

Nicht betroffen von der Erweiterung des Geländes in Nievenheim-Ost sind übrigens die Autobahnraststätte selbst und die ebenfalls dort befindliche Autobahnkapelle. Beide Gebäude müssten nicht angetastet werden, sagte Athanasios Mpasios.

D er zusätzliche Flächenverbrauch für die Erweiterung der Rastanlage beträgt 2,2 Hektar (inklusive Grünflächen, Hecke usw). Als Ausgleich für den Eingriff in die Landschaft ist eine Ökokontomaßnahme im Stommelner Busch vorgesehen.

Quelle: NGZ
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