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Dormagen
Chempark-Unfall: Mann außer Lebensgefahr

Dormagen. Der Verunglückte war mit ungeheurer Wucht von einem Hochdruckschlauch getroffen worden. Von Stefan Schneider

Der Mann, der am Dienstag bei einem Arbeitsunfall im Chempark Dormagen sehr schwer verletzt worden war, schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Das teilte gestern Timo Krupp, Sprecher des Chempark-Betreibers Currenta, mit. Der Unfall habe sich bei dem im Chempark beheimateten Unternehmen Arlanxeo ereignet, ergänzte Krupps Kollege Mauritz Faenger.

Currenta hatte am Dienstagabend zunächst nur mitgeteilt, dass der Unfall bei Reinigungsarbeiten passiert sei und der Verunglückte Mitarbeiter eines externen Serviceunternehmens sei. Die mit dem Vorfall befasste Polizei in Köln gab gestern auf Anfrage unserer Redaktion weitere Details bekannt. Bei dem Unfallopfer handele es sich um einen Dormagener, Jahrgang 1982, berichtete Polizeisprecher Lutz Flaßnöcker. Der Mann habe gegen 13.30 Uhr im Chempark-Gebäude A 662 die Reinigung einer Anlage vorbereitet und dabei nach bisherigen Ermittlungen wohl einen Hochdruckschlauch ohne Sicherung betätigt. Der Schlauch habe sich gelöst und den Mann mit ungeheurer Wucht - das Gerät bringt es laut Polizei auf einen Druck von 1000 bis 1500 bar - am Oberkörper getroffen. Zum Vergleich: Ein Fahrradreifen hat etwa 2 bar.

Der Dormagener ist bei der Lobbe Industrieservice GmbH & Co KG aus Iserlohn beschäftigt. "Da die Ermittlungen über den Hergang noch laufen, können wir Ihnen leider keine weiteren Auskünfte erteilen", teilte Lobbe-Sprecherin Sabine Günther gestern auf Anfrage mit. Currenta-Sprecher Faenger betonte, dass im Chempark sehr viel Wert auf Sicherheit gelegt werde. "Jeder, der sich im Chempark aufhält - egal ob Festangestellter, Dienstleister, Praktikant oder Besucher -, wird über die Sicherheitsbestimmungen bei uns im Werk unterrichtet", unterstrich er. Hinzu kämen die besonderen Anforderungen zur Arbeitssicherheit für bestimmte Bereiche und Baustellen. "Auch hierüber erfolgt, bevor eine Tätigkeit aufgenommen wird, eine Unterweisung", so Faenger. Jeder Arbeitsunfall und seine Ursache würden genau untersucht, damit sich ein solches Ereignis nicht wiederhole.

Quelle: NGZ