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Dormagen
Die geheime Botschaft der Glocken

Dormagen: Die geheime Botschaft der Glocken
Glockenweihe 1931: Weihbischof Sträter aus Aachen salbt die Knechtstedener Glocken mit heiligen Ölen. FOTO: Spiritaner
Dormagen. Interessante und unterschiedliche Aspekte rund um Glocken und ihre Geheimnisse sind zurzeit bei einer Ausstellung im Kreuzgang des Klosters Knechtsteden dargestellt. "Glocken sind ein Zeichen des Friedens und Gegenstand zahlreicher Dichtungen", heißt es in der Ausstellungs-Beschreibung.

"Ihre Inschriften enthalten verschlüsselte Botschaften, die Chronogramme." Die Läuteordnung legt fest, wann welche Glocke angeschlagen wird und was das Geläut bedeutet.

"Eine bewegte Geschichte - Die Glocken von Knechtsteden" so lautet die Ausstellung, die bis Pfingsten im Knechtstedener Kreuzgang täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen ist. Im Mittelpunkt der Fotos und Dokumente: Das Knechtstedener Fünfergeläut, das vor 85 Jahren in Knechtsteden am Sonntag nach Ostern, dem Weißen Sonntag 1931, von Weihbischof Sträter aus Aachen geweiht wurde.

Spannend ist die Geschichte um das Knechtstedener Glockenwunder. Die 1941 von den Nationalsozialisten beschlagnahmten Glocken lagerten auf dem "Glockenfriedhof" im Hamburger Hafen, um für die deutsche Rüstungsindustrie eingeschmolzen zu werden. Aber den Knechtstedener Patres gelang es nach dem Ende des Krieges, ihre Glocken unter den rund 10.000 Glocken wiederzufinden. So kehrten sie neun Jahre darauf wieder in die Glockenstube der Knechtstedener Basilika zurück.

Der Zugang zu der Ausstellung ist über die Klosterkirche möglich. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Finanzierung kommender Ausstellungen wird gebeten.

(cw-)
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