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Dormagen
Dormagener Gas-Preis bleibt trotz Urteils gleich

Dormagen. Wer sich Hoffnungen gemacht hatte, das Urteil des Bundesgerichtshof (BGH) zur Kopplung des Gas-Preises an den Öl-Preis könnte auch in Dormagen zu einer Senkung des Gas-Preises führen, sieht sich enttäuscht. Laut dem Geschäftsführer der Energieversorgung Dormagen (evd), Rudolf Esser, ist die hiesige Gas-Preis-Regelung von dem Urteil nicht betroffen. "Die evd hatte noch nie eine solche Preisanpassungsklausel, wie sie jetzt vom BGH beanstandet wurde", sagt Esser. Er rechnet damit, dass der Dormagener Gas-Preis in nächster Zeit stabil bleibt – wörtlich sagte er gegenüber der NGZ: "Am Gas-Markt herrscht zurzeit wenig Bewegung."

Der Bundesgerichtshof hatte eine Regelung von Stadtwerken einer hessischen Kommune für nichtig erklärt, die den Gas-Preis im Vertrag mit den Kunden direkt an die Entwicklung des Öl-Preises gekoppelt hatten. Eine solche Regelung existiert nicht in den Verträgen, die die evd geschlossen hat. Esser zufolge ändert sich der Gas-Preis in Dormagen durch den Preis, zu dem die evd selbst das Gas auf dem Markt einkaufe. Dort allerdings bestehe die Öl-Preis-Bindung, wobei sie sich in der letzten Zeit gelockert habe. "In der Zukunft wird Gas wahrscheinlich an der Börse gehandelt werden", sagt Rudolf Esser. Die Bindung an das Öl also der Vergangenheit angehören.

Ob das für die Kunden gut oder schlecht sei, sei schwer zu prognostizieren. "In England, wo es keine Öl-Preis-Bindung herrscht, sind die Preisschwankungen höher", sagt Esser. Sowohl die Preissteigerungen als auch die -senkungen fielen höher aus. "In jedem Fall geben wir einen billigeren Preis beim Einkauf immer an unserer Kunden weiter." Bei dem harten Wettbewerb heute gehe das überhaupt nicht anders.

Quelle: NGZ
 
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