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Dormagen
Großer Andrang bei Kleiderbörse

Dormagen. "Dat kölsche Hätz" sammelt mit Verkauf Geld für krebskranke Kinder. Von Anneli Goebels

Nadine Mock macht kurz eine Pause. Die Stommelnerin gehört zu den 30 Helfern der Organisation "Dat kölsche Herz", die bei den Kinderkleiderbörsen mit aufbauen, aussortieren, verkaufen und schließlich wieder zusammenpacken. Denn bei diesem Second-Hand-Markt in der Kulturhalle verkaufen die Besitzer ihre Sachen in der Regel nicht selber, sondern melden sich an und geben sie einfach ab. Dann beginnt die Arbeit der rund 30 "Dat kölsche Hätz"-Helfer. Bei der Dormagenerin Katrin Bachmann laufen alle Fäden zusammen. Sie kontrolliert, delegiert und ist für alle die erste Ansprechpartnerin.

"Jeder Verkäufer hat bei uns eine Nummer, die neben dem Preis auf der Ware steht, damit wir später alles korrekt abrechnen können", sagt sie. Die Vereinbarung ist: 25 Prozent des jeweiligen Erlöses gehen an den Förderverein krebskranker Kinder Köln, für den "Dat kölsche Hätz" sich einsetzt, 75 Prozent erhält der Verkäufer. Es sei denn, er will es gar nicht, und spendet seine Sachen und damit den Erlös. 5860 Euro konnte der Freundeskreis bis jetzt aus vier Kleiderbörsen an den Förderverein überreichen.

Auch Beata Saczek-Ciupa ist am Sonntagnachmittag geschafft. "Der Andrang war wirklich riesig", sagt die Dormagenerin. Es spreche sich eben rum, dass nur sehr gut erhaltene Ware verkauft werde, meint sie. Seit es die Kleiderbörse gibt, hilft sie. "Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass man etwas Gutes tut und unsere Hilfe auch direkt ankommt", sagt sie. Die Kinderbörse ist nicht das Einzige, was der Kreis ins Leben gerufen hat. "Wir organisieren jedes Jahr eine Karnevalssitzung in den Kölner Rheinterrassen", sagt Jens Barthel von "Dat kölsche Hätz". Alles, was Rang und Namen im Kölner Karneval habe, sei dabei, betont er. Und: "Die Künstler treten natürlich ohne Gage auf."

"Dat kölsche Hätz" wurde 2000 gegründet, von einem Mann, dessen Tochter an Leukämie gestorben war. In den 15 Jahren konnten bis jetzt 2,2 Millionen Euro an den Förderverein krebskranker Kinder Köln überwiesen werden. Der bewirtschaftet das Elternhaus der Kölner Uniklinik, in dem Eltern während der Behandlung wohnen können.

Quelle: NGZ
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