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Dormagen
Messdiener finanzieren Rom-Wallfahrt mit "Arbeit"

Dormagen. Alle Wege führen bekanntlich nach Rom. Für die Ministranten der katholischen Kirchengemeinde St. Michael steht im Herbst jedoch ein besonderes Ereignis an. Denn elf Messdiener werden im Oktober mit Pfarrer Peter Stelten und Pastoralassistentin Maria Schwarz an der Ministranten-Wallfahrt nach Rom teilnehmen.

"Die Fahrt kostet 400 bis 500 Euro. Deshalb hatten wir die Idee, eine Juniorfirma zu gründen, um die Wallfahrt zu finanzieren", sagt Pfarrer Stelten. "Wir wollen einmal im Monat Waffeln verkaufen", sagt Messdiener Patrick Augustyn. Auch selbst gemachtes Gebäck wird zu verschiedenen Anlässen, wie etwa dem Pfarrfest im September, angeboten.

Außerdem wollen sie mit der Idee "Rent a Mini" künftig kleinere Aufgaben, wie zum Beispiel Rasenmähen oder leichte Hausarbeit, übernehmen. Sportlich wird es für die Ministranten beim "Sponsored Walk", den sie von Hackenbroich, vorbei an der Kirche St. Michael bis zur St. Martinus-Kirche in Zons machen werden. Das Konzept eines "Sponsored Walks" ist es, Sponsoren zu finden, die für jeden gelaufenen Kilometer einen kleinen Betrag spenden. Am 27. und 28. Juni können sich die Kirchenbesucher im Anschluss an die Gottesdienste zudem mit einem mannshohen Papst aus Pappe fotografieren lassen, natürlich für kleines Geld zugunsten der Rom Wallfahrt. Eine Art Aktienverkauf starten die Ministranten ebenfalls, nur dass die Dividende dabei kein Geld ist, sondern aus Kleinigkeiten wie etwa Postkarten aus Rom oder einem kleinen gesegneten Holzkreuz besteht. Auch eine Kerze zünden die Messdiener für die Aktionäre an und beten für sie.

Ziel der Juniorfirma sei es, mindestens 1100 Euro zu erwirtschaften, damit jeder 100 Euro weniger für die Fahrt zahlen muss, so Stelten. "Alles, was wir mehr einnehmen, bekommen die Messdiener als Taschengeld."

(clü)
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