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Dormagen
Nievenheimer Schützen kritisieren Asylheim-Plan am Festplatz

Dormagen. Unter den neun von Bürgermeister Erik Lierenfeld im Hauptausschuss am 27. Oktober vorgestellten möglichen Standorten für Asylbewerber-Unterkünfte im ganzen Stadtgebiet für 2016 befinden sich vier Grundstücke in Nievenheim.

Davon liegt eins an der Verlängerung der Conrad-Schlaun-Straße, wo als eins der ersten im kommenden Jahr zu verwirklichenden Projekte ein so genanntes "Welcome-Center" für bis zu 150 Flüchtlinge errichtet werden könnte. Dagegen haben sich Anwohner ausgesprochen, die unter anderem befürchten, dass der zusätzliche Straßenverkehr zum "Willkommens-Zentrum" zu viel für die kleine Straße sein könnte.

Jetzt hat sich auch der Vorstand der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Nievenheim-Ückerath gegen die Bebauung der Fläche am Sport- und Schützenplatz Nievenheim ausgesprochen. Das teilweise zu bebauende Areal liegt parallel zum Sportplatz des VdS Nievenheim. Da das Grundstück direkt hinter dem Schützenhaus liege, sehe der Vorstand in einer Bebauung große Probleme auf die Bruderschaft zukommen und lehne sie daher grundsätzlich ab. "Eine Bebauung wäre eine sehr starke Beeinträchtigung zur Weiterführung unseres Schützenhauses, des Schützenfestes und weiterer Feste in der jetzigen Form und am jetzigen Platz", schreibt Brudermeister Detlef Spitzenberg.

Spitzenberg betont, dass die Bruderschaft überparteilich agiere und sich auch in dieser Sache keiner politischen Parteigruppierung anschließe: "Wir sind selbst stark und selbstbewusst genug." Der Vorstand finde es richtig, dass "die zu uns kommenden Personen richtig untergebracht werden. Aber die Standorte müssen mit Sinn, Verstand und Regelungen für die Zukunft geplant werden", so der Brudermeister, der die Nievenheimer und Ückerather Schützen aufforderte, zur Bürgerversammlung am Mittwoch, 9. Dezember, in die Aula der Nievenheimer Bertha-von-Suttner-Gesamtschule zu kommen. Dort stellt die Stadt Dormagen ab 20 Uhr die Pläne für Nievenheim im Detail vor. Bereits am Tag zuvor, am 8. Dezember, wird die Stadt ab 18.30 Uhr in der Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums über die geplanten Flüchtlingsunterbringungen in ganz Dormagen informieren. Alternativen Standorten zu den neun vorgeschlagenen steht die Verwaltung offen gegenüber - sie müssen allerdings schnell bebaubar, erschließbar und finanziell machbar sein.

(cw-)
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