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Dormagen
Osterausstellung zum Mitmachen

Dormagen: Osterausstellung zum Mitmachen
Kinder waren am Bastelstand von Jyrg Munter beim Ostereiermarkt im Kreismuseum genau richtig: Hier hilft er Rose (9) und Joseph (7). FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Im Kreismuseum zeigten internationale Aussteller ihr Können. Von Vera Straub

Ostereier ausblasen, mit Lebensmittelfarbe bunt anmalen und ins Osternest legen - das kann jeder. Und das ist für die 35 Aussteller aus ganz Deutschland sowie aus Rumänien, Russland, Schweden und den Niederlanden auf dem Ostereiermarkt im Kreismuseum Zons einfach keine Herausforderung. Sie gehen an die Grenzen des Möglichen, und wie es scheint, auch gerne darüber hinaus.

Allen voran Sonnhild Rößler und Harro Korn. Sie präsentierten ihre hochwertigen Ostereier, die sie in filigraner Handarbeit mit Leidenschaft und Hingabe herstellen und die wirklich wie Kunstwerke anmuten: Nach dem Ausblasen und Grundieren werden mittels der alten, aus dem sorbischen und tschechischen Raum stammenden Kratztechnik Blumenornamente und Schmetterlinge aufgebracht, die dann mit Bohrer und Fräser perforiert werden. Heraus kommen Eier, die erstaunlich sind und wahre Schätze in jeder Sammlung.

Denn Sammler gibt es jedes Mal viele auf dem Ostereiermarkt. So auch Helmut Meister, Künstler und Sammler aus Großniedesheim, der Eier unterschiedlicher Tiere mit japanischen Perlen verziert, die einen winzigen Durchmesser von 1,8 Millimetern haben. Auf einem Hühnerei verklebt er so innerhalb von vier bis fünf Stunden rund 2500 Perlen mit viel Geduld und vor allem einer ruhigen Hand. "Ich habe eine große Sammlung zu Hause - rund 3000 Eier gibt es in meiner Wohnung. Von mir sind davon nur zwei, drei Lieblingsstücke", sagte er. Und auch in diesem Jahr sei er wieder fündig geworden.

Das ist bei dem vielfältigen Angebot auch kein Wunder: Von feinster Kunst auf dem Ei über Stickarbeiten mit selbstgefärbten Seidenbändern auf der Schale oder sogar Geflechte aus selbstgeerntetem Stroh, wie die Niederländerin Meta Leefkens sie auf Eier verschiedener Größe aufbringt, Patchwork oder mit Seidenband umwickelte Eier kennen die Künstler keine Grenze. "Diese Vielfalt wissen auch unsere Besucher zu schätzen, die jedes Jahr zu tausenden zu uns kommen", weiß Anna Karina Hahn vom Kreismuseum. "Es ist natürlich eine Dekoration der besonderen Art, die durchaus ihre Liebhaber hat."

Zum 30-jährigen Bestehen des Ostereiermarktes hat sich das Kreismuseum in Zons auch etwas Besonderes einfallen lassen: Jyrg Munter veranstaltete eine Kunstaktion für die kleinen Besucher und ist bekannt durch seine Buddelschiffe. In eine Flasche faltete er ganz viele Boote, die Anzahl sollte geschätzt werden.Wer das schaffte, der konnte entweder Gutscheine für den Museumsshop gewinnen oder auch freien Eintritt für eine der anderen Ausstellungen.

Quelle: NGZ
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