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Dormagen
Sponsoren sollen Bolzplätze retten

Dormagen: Sponsoren sollen Bolzplätze retten
FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Die Stadt sucht auch für andere öffentliche Anlagen finanzielle Unterstützung und erstellt dazu gerade einen "Katalog" für potenzielle Spender.

Für den Anstoß sorgte unbeabsichtigt eine Gruppe Dormagener Jugendlicher: Die Fußballfreunde, die gerne gemeinsam kicken, beklagten vor gut einem halben Jahr in einer Sprechstunde von Bürgermeister Erik Lierenfeld den schlechten Zustand "ihres" Bolzplatzes in Stürzelberg. Das brachte die Verantwortlichen im Rathaus auf die Idee, sich einen Überblick über alle örtlichen Bolzplätze zu verschaffen - und zu erkunden, wo Handlungsbedarf besteht. Von da war es nicht weit zu der Überlegung, für die Verbesserung der Spielflächen Sponsoren ins Boot zu holen - schließlich ist die finanzielle Lage der Stadt angespannt. Inzwischen ist die Entwicklung in den Plan gemündet, einen Katalog für potenzielle Spender zusammenzustellen, in der notwendige Maßnahmen aufgeführt und beschrieben werden. Das Ganze wird nicht auf Bolzplätze beschränkt bleiben, sondern soll etwa auch die Möglichkeit beinhalten, Geld für Grillstellen oder Bänke zu stiften.

Jeder Gönner könne sich dann ein Projekt aussuchen, bei der er die Stadt finanziell unterstützen wolle, erklärt Ellen Schönen-Hütten, die Leiterin des städtischen Fachbereichs Bürger- und Ratsangelegenheiten. Denn erfahrungsgemäß wählen potenzielle Sponsoren wie zum Beispiel Unternehmen für ihre Hilfe gerne Maßnahmen aus, die thematisch zu ihnen passen. Bisher fragten Interessierte bei der Stadt nach, oder aber die Stadt sprach mögliche Sponsoren an und machte diese darauf aufmerksam, wo sie sich engagieren könnten. Der Katalog (Schönen-Hütten: "Wir sind gerade dabei, ihn zu erarbeiten") kann nun künftig als schnelle Orientierungshilfe dienen, denn er soll über die städtischen Internetseiten für jeden einsehbar sein.

Unterdessen hat die Stadt in den vergangenen Wochen und Monaten bei den Bolzplätzen bereits sehr gute Fortschritte erzielt. Die Jugendlichen, die in der Bürgermeistersprechstunde waren, kicken in Stürzelberg längst auf einem feinen Geläuf: Mithilfe des Chempark-Unternehmens Air Liquide wurde der Platz auf Vordermann gebracht. "Für den Bolzplatz am Bruderschaftsweg in Gohr haben wir dem dortigen Schützenverein einen Sponsor besorgt, und auch für den am Holzweg in Delhoven hat sich ein Gönner gefunden", berichtet Ellen Schönen-Hütten. Klaus Güdelhöfer vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt teilte zudem mit, dass für das Spielfeld in Zons (Foto) neben dem Sportzentrum neue Tore angeschafft werden konnten - in diesem Fall allerdings mit Eigenmitteln der Stadt. "Natürlich wurden auch die Fläche geebnet, Maulwurfshügel und Löcher beseitigt und der Rasen gemäht", ließ Güdelhöfer sogar über seine Facebook-Seite wissen. Sein besonderer Dank gelte den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs, die die Arbeiten trotz sengender Hitze ausgeführt hätten. Damit sei ein den Zonser Kindern im Kinderparlament gegebenes Versprechen eingelöst worden. Stefan Schneider

Quelle: NGZ
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