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Dormagen
Stadt soll sich über Projekt Internetspenden sichern

Dormagen. Die Fraktion Piraten/Die Linke will einen Teil des Geldes, den Dormagener beim Einkaufen im Internet ausgeben, in die Stadt zurückholen. Geschehen soll dies mit Hilfe des sogenannten Boost-Projekts; "Boost" bedeutet "Auftrieb". Von Stefan Schneider

Wie die Idee funktioniert, erklärt Fraktionsvorsitzender Rafael Kazior: "Die Stadt gründet eine gemeinnützige oder mildtätige Organisation, die berechtigt ist, Spenden anzunehmen, und meldet diese beim Boost-Projekt an. Dormagener, die im Internet einkaufen, können sich dort ebenfalls anmelden. Bei Einkäufen übers Internet können sie dann über das Boost-Projekt für die dort gelisteten Organisationen spenden."

Laut Kazior gehen dann fünf Prozent des Nettokaufpreises an Boost, das wiederum 95 dieser fünf Prozent an die vom Spender ausgewählte Organisation überweist. Kazior: "Hier sehen wir als Fraktion die Chance, eine Geldquelle für die Stadt aufzutun." Über die geschickte Nutzung bzw. Gründung einer solchen Organisation und über eine gute Vermarktung könnten Dormagener trotz Onlineshopping Geld in die Kassen spülen, das der Stadt sonst komplett verloren gehe. Sollte die Neugründung einer gemeinnützigen Organisation zu aufwendig sein, so könne er sich auch vorstellen, die Idee mit einer bereits bestehenden gemeinnützigen Einrichtung umzusetzen, sagt der Piraten-Politiker.

Der Dormagener Stadtrat befasst sich in seiner Sitzung heute (17.30 Uhr, Ratssaal) mit dem Vorschlag der Fraktion Piraten/Die Linke. Die Stadtverwaltung ist skeptisch. Sie befürchtet unter anderem, dass Aufwand und Ertrag bei der Teilnahme an dem Projekt in keinem vernünftigen Verhältnis stehen könnten. Auch würden kleinere, regional orientierte Organisationen benachteiligt, argumentiert die Stadt.

Quelle: NGZ
 
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