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Interview Kai Weber (CDU)
Wirtschaftsförderung neu aufstellen

Interview Kai Weber (CDU): Wirtschaftsförderung neu aufstellen
CDU-Fraktionsvorsitzender Kai Weber geht gelassen in die politische Sommerpause: "Wir bereiten uns auf die Haushaltsberatungen vor." FOTO: L. Berns
Dormagen. Die CDU sieht sich durch Verwaltungsvorschlag zur neuen Wirtschaftsförderung- und Stadtmarketing-GmbH bestätigt. Von Carina Wernig

Dormagen Vor sechs Wochen hat die CDU-Fraktion Kai Weber (49) zu ihrem Vorsitzenden bestimmt, in der vorigen Woche wurde er ebenso wie Thomas Sollik als CDU-Ratsmitglied in der Ratssitzung vereidigt. Kurz vor der Sommerpause nimmt er Stellung zu Wahlkampf, Kreiskrankenhaus-Zukunft und Wirtschaftsförderungs-GmbH.

Herr Weber, wie gut ist die CDU in Dormagen ein Jahr vor Landtags- und Bundestagswahlen aufgestellt?

Kai Weber Wir sortieren uns in Dormagen gerade neu, der Anfang ist vielversprechend. Wir wollen mit Themen, nicht mit personellen Dingen die Politik gestalten. Dazu passt auch, dass die CDU-Landtagskandidatin Heike Troles auf uns Dormagener zugeht, um mit uns gemeinsam den Bürgern zu begegnen.

Ist das für Sie ein Problem, dass nun eine Grevenbroicher Kandidatin in Dormagen antritt?

Weber Überhaupt nicht. Unser gemeinsames Ziel ist es, das Landtagsmandat im Wahlkreis 45 direkt zu holen. Daran arbeiten wir zusammen. Auch unser ehemalige Kandidat André Heryschek hatte immer betont, den gemeinsamen Kandidaten zu unterstützen, egal wer es werden würde.

Wie sehen Sie die Zukunft der Rhein-Kreis-Neuss-Kliniken, speziell des Kreiskrankenhauses in Dormagen?

Weber Da sind sich alle Fraktionen im Stadtrat einig: Wir wollen den Standort in Dormagen erhalten. Hier soll auch keine Portal-Klinik entstehen oder das Angebot heruntergefahren werden. Allerdings habe ich im Gegensatz zu Kollegen anderer Parteien großes Vertrauen in unsere CDU-Kreistagsfraktion.

Haben Sie genügend Informationen zur neuen Struktur des Kreiskrankenhauses erhalten?

Weber Der Landrat hat zugesagt, alle Beteiligten zu informieren. Wir fühlen uns gut informiert. Jetzt geht es erst einmal um die Prüfung einer GmbH in kommunaler Trägerschaft und ihre Auswirkungen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hat sich beim Schützenfest in Hackenbroich deutlich zum Standort bekannt, was sich in seinem Brief an Bürgermeister Erik Lierenfeld fortgesetzt hat. Dort hat er zugesagt, dass die gute medizinische Versorgung vor Ort erhalten und weiterentwickelt wird.

Ein weiteres großes Thema ist die Neuaufstellung der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings als gemeinsame GmbH. Wie beurteilen Sie die Stellenausschreibung für den Geschäftsführer?

Weber Die findet unsere Fraktion gut, allerdings auch schon in der nicht modifizierten Fassung. Diesen Schritt einer gemeinsamen Marschrichtung von Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing hatte die CDU bereits im vorigen Jahr gefordert. Wir sehen uns nun durch die Verwaltungsvorlage in unserer Linie bestätigt.

Wie geht das Verfahren weiter?

Weber Wir freuen uns auf tolle Bewerbungen für den Posten des Geschäftsführers. Dabei sind wir überzeugt, dass es ein offenes Verfahren ist, bei dem der künftige Geschäftsführer noch nicht feststeht. Ich werde in die Findungskommission gehen, die die Bewerbungen für den Geschäftsführerposten sichtet.

Es kursieren bereits Namen, so der Ihres Vorgängers als Fraktionsvorsitzender, André Heryschek...

Weber Das habe ich auch gehört. Wie gesagt, das Verfahren ist frei. Für den Aufsichtsrat habe ich der CDU-Fraktion Rüdiger Westerheide vorgeschlagen.

Quelle: NGZ
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