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Düsseldorf
Bombe am Flughafen ist gesprengt

Bombe im Flughafen Düsseldorf gesprengt - sieben Flüge gestrichen
In diesem Erdloch wurde die 2,5 Zentner-Bombe gesprengt. Ein Radlader schüttet es anschließend wieder zu. FOTO: dpa, fg pzi
Düsseldorf. Bei der Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg am Düsseldorfer Flughafen ist eine Fliegerbombe gefunden worden. Die Bombe musste am Montagmorgen um 8.45 Uhr gesprengt werden. Der Flugverkehr ruhte in dieser Zeit, sieben Flüge wurden gestrichen.

Der Blindgänger war eine Fliegerbombe von 2,5 Zentnern. Da die  Bombe über einen Langzeitzünder (Säurezünder) verfügte, mussten Frank Höpp und Dirk Putzer, die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst, sehr zeitnah zünden. Blindgänger mit Säurezündern gelten als gefährlich und unberechenbar.

Um die Bombe zu sprengen, wurde ein acht Meter tiefes Loch gegraben. Die Fundstelle wurde mit einem Wall aus Sand und Sandsäcken aufgeschüttet, um die Explosion abzudämpfen. Der Sicherheitsradius betrug 500 Meter und lag im Bereich der Start- und Landebahn, aber außerhalb der geteerten Strecken, wie der Sprecher des Flughafens mitteilte.Die Sprengung verzögerte sich laut Stadt zunächst  von 8 Uhr auf 8.45 Uhr.

Die Anzeigentafeln am Düsseldorfer Flughafen zeigen an, dass es wegen der Sprengung zu Verzögerungen kommt. FOTO: Hans-Juergen Bauer

Sieben Flüge ausgefallen

Für die Sprengung wurde der Flugbetrieb zwischen 7.45 Uhr bis 8.48 eingestellt. Insgesamt 41 Flugbewegungen waren betroffen. Sieben Flüge wurden wegen der Sprengung gestrichen, wie Flughafensprecher Christian Hinkel mitteilte. Betroffen waren zwei Starts und fünf Landungen. Die restlichenFlüge, die in der Zeit eigentlich stattfinden sollten, sind zeitlich nach hinten oder vorne geschoben worden.

2009 bis 2013: Bombenentschärfungen in Düsseldorf FOTO: Feuerwehr Düsseldorf

Die betroffenen Passagiere wurden daher gebeten, sich vor ihrer Anreise zum Airport bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Stand ihres Fluges zu informieren. Die Flughafenterrasse blieb aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen. Die Passagiere mussten während der Sprengung nicht das Terminal verlassen. Für die Anwohner rund um den Flughafen gab es bis auf den Knall der Sprengung keine Einschränkungen, erklärten die Einsatzkräfte. 

Die Flugzeuge waren zunächst am frühen Montagmorgen trotzdem planmäßig gestartet. Die erste Maschine hob um 5.50 Uhr Richtung Antalya ab. 

Auf dem Flugfeld des Airport Düsseldorf ist seit Sonntagabend ab 23 Uhr nach möglichen Fliegerbomben gegraben worden, die man in vier Metern Tiefe vermutet. Weitere Termine für die Suche nach Blindgängern sind die Nächte zum 3., 5. und 9. November. Dabei wird zunächst mit dem Bagger, später von Hand ausgeschachtet. Dafür sind bis zu acht Stunden einkalkuliert.

"Bei der Untersuchung von Luftbildern hat man fünf verdächtige Stellen ausfindig gemacht, an denen Bomben liegen könnten", erklärte ein Sprecher der Düsseldorfer Feuerwehr am Freitag. Für eine Entschärfung der Blindgänger muss der Flugbetrieb dann eingestellt werden. Bis zu 1700 Anwohner können betroffen sein. Für sie wird es eine Anlaufstelle in einem nahe gelegenen Gymnasium geben. Vorgesehen ist für die Entschärfung - bei Bomben ohne Langzeitzünder - ein Zeitfenster von einer Stunde - immer von 11 bis 12 Uhr.  

 

 

(isf/top/lnw)
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